Besonders stolz sind die Veranstalter darauf, dass die Schulen über die osthessische Schullandschaft verteilt sind und alle Schulformen abdecken. Die Brüder-Grimm-Schule, Von-Galen-Schule, Ottilienschule, Heinrich-von-Bibra-Schule, Winfriedschule, Freiherr-vom-Stein-Schule, Konrad-Zuse-Schule, Richard-Müller-Schule und das Marianum gestalteten den abwechslungsreichen Nachmittag mit ihren Theaterstücken.
Dabei entschieden sie sich für verschiedenste Formen des Theaters. Von Improvisationstheater mit Publikumsinteraktionen über Tanzeinlagen, kraftvollen Ausrufen, emotionalen Dialogen bis hin zu künstlerischen Bühnenbildern mit Luftballons war alles dabei und forderte die schauspielerischen Fähigkeiten jedes Teilnehmenden heraus. Das Publikum aus Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Gästen fieberte begeistert mit und wurde über die zwei Stunden in alle denkbaren Emotionen versetzt.
Gänsehautmomente, Lachen, Freude, Wut oder auch Trauer: die Themen boten Anlass für jedes dieser Gefühle. Die Technik-AG der Winfriedschule ließ die Bühne dabei in bunten Farben erleuchten und sorgte für die passende Musik. Ihnen galt am Ende ein besonderer Applaus. Ein weiteres Highlight war der Abschluss des Nachmittages: Die Lehrerinnen und Lehrer führten ihr ganz eigenes Stück auf. Als Hühner, die für ihre Rechte kämpfen wollen, brachten sie ihre Schülerinnen und Schüler zum begeisterten Lachen und Anfeuern.
Die Fuldaer Schultheatertage finden jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. Dabei können Klassen oder Kurse, die Freude und Interesse am Theaterspielen haben, drei Tage mit professionellen Theaterpädagogen oder Schauspielern intensiv ein Stück erarbeiten und dies zum Abschluss vor einem Publikum präsentieren. Normalerweise finde der Abschluss der Schultheatertage im Stadtschloss statt, jedoch sei Schulleiterin der Winfriedschule Annette Albrecht auf die Anfrage, diese Veranstaltung in der Aula der Winfriedschule zu halten, sofort erfreut eingegangen, erklärte Daniela Röll-Diegelmann, die als Koordination das Projekt leitete. Nach zwei Jahren digitaler Ersatzlösungen freue sie sich jetzt, die Kinder und Jugendlichen endlich wieder auf der Bühne stehen zu sehen. „Das ist eine Erfahrung, die alle Beteiligten ein Leben lang im Gedächtnis behalten werden“, betonte sie. „Solche Projekte sind etwas ganz Besonderes, hier ist Schule mehr als nur Schule“, ergänzte Albrecht. Das Thema stehe mit den Schlagworten Love, Peace und Happiness für eine bessere Zukunft und gegen Ungerechtigkeiten. Mit dem Theaterprojekt soll so wieder deutlich gemacht werden, dass wir für diese Ideale verantwortlich sind. So könne beispielsweise auch der Klimawandel eine Thematik sein, die durch das Motto betrachtet wird und durch ein kreativ-künstlerisches Auge vermittelt werden kann, erläuterte Röll-Diegelman. Aber auch im Zusammenhang mit der Landesgartenschau überzeuge das Thema. Die blühenden Gärten und Beete Fuldas sollen nicht nur externe Besucher anlocken, sondern auch die einheimischen ihrer Heimat näher bringen. Die Projekttage sollen somit auch ein Schritt in diese Richtung sein.
Um das Projekt für die Schulen im Landkreis anbieten zu können, benötige es drei wichtige Säulen. Diese seien die Organisation, die Finanzierung sowie ein unterstützender Verein. Für die Organisation ist das Staatliche Schulamt verantwortlich. Das zuverlässige Sponsoring wird durch die Sparkasse, den Landkreis Fulda sowie die Stadt Fulda gestellt. Aus dem Vorstand der Sparkasse Fulda war hierfür Christian Markert anwesend. Stadtverordnete Susanne Jobst begrüßte die anwesenden Gäste auch im Namen des Oberbürgermeisters Dr. Heiko Wingenfeld und des Bürgermeisters Dag Wehner. Sie ist besonders erfreut über die große Unterstützung der Lehrkräfte und über den festen Platz, den die Theaterarbeit mittlerweile in Schulen habe. Der Verein Zukunft Bildung Fulda wurde durch die Vorsitzende Claudia Hümmler-Hille vertreten. Sie betonte die Bedeutung der Theatertage nicht nur für die Kultur, sondern auch für die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler. Besonders durch die immer stärker werdende Spaltung der Gesellschaft sei es wichtig, früh verschiedene Perspektiven und Ansichten kennenzulernen. Dafür eigene sich nichts besser als das Theaterspielen, erklärte sie.
