Lokales FD 27.02.2023

Pfarrer Bruno Kant feiert 107. Geburtstag – Viele Gratulanten

Eichenzell (af) – Um Pfarrer Bruno Kant zum 107. Geburtstag zu gratulieren, hatten sich am Sonntagvormittag zahlreiche Gratulanten den Weg gemacht. Neben den Messdienern und Kommunionkindern, waren auch Vertreter von Verwaltungs- und Gemeinderat, der Löschenröder Ortsvorsteher und natürlich Bürgermeister Johannes Rothmund zu Gast.

Pfarrer Bruno Kant empfing seine Gratulanten vor der Haustür. Fotos: Christine Görlich.

Mit einem Geburtstagslied, seinem Lieblingskuchen, der Schwarzwälder Kirschtorte, und Wunderkerzen wurde Pfarrer Kant am Sonntag überrascht. „Der Pfarrer Kant ist einfach der Beste“, sagte Lydia Heil und begann in einer kurzen persönlichen Rede den Pfarrer hochleben zu lassen und ihm Danke zu sagen. Über die vielen lieben Worte und das Kommen der Messdiener und Kommunionkinder, die mit großen Luftballons die Zahl 107 in der Hand hielten, war Pfarrer Kant sichtlich gerührt. „Leider kann ich nicht mehr so gut hören, aber ich möchte mich für die Gratulation bedanken“, sagte Kant und fügte hinzu, dass es eine Gabe sei 107 Jahre alt zu werden, aber auch eine Last. Das hohe Alter scheint in der Familie zu liegen: Sein Bruder wird dieses Jahr im Mai 105 Jahre alt und  von seiner älteren Schwester musste er im vergangenen Jahr Abschied nehmen, sie verstarb im Alter von 108 Jahren.

Auch Bürgermeister Rothmund ließ es sich nicht nehmen, im Namen der Gemeinde seine Glückwünsche zu überbringen, die Pfarrer Kant humorvoll annahm. Viel Gesundheit und ganz viel Kraft wünschten auch Ortsvorsteher Holger Breithecker, sowie in Vertretung des Landrats die Kreisbeigeordnete Daniela Böschen und aus dem Verwaltungsrat der Auferstehungskirche Löschenrod Matthias Langstein. Auch Pfarrer Christian Schwierz gratulierte. Zum Ende hin sangen alle Gratulanten gemeinsam noch „Viel Glück und viel Segen“.

Geboren 1916 in Werblin/Westpreußen, legte Pfarrer Kant 1934 am Städtischen Gymnasium in Danzig das Abitur ab und begann an der Staatlichen Akademie Braunsberg und der Universität Freiburg im Breisgau seine philosophisch-theologischen Studien. Durch den Kriegsausbruch erfuhren diese eine mehrjährige Unterbrechung. Kriegsbedingt war der Jubilar zeitweise berufstätig. 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Erst nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft 1948 konnte er sein Theologiestudium in Fulda wieder aufnehmen. Am 23. Juli 1950 wurde er von Bischof Dr. Johannes Baptist Dietz im Fuldaer Dom zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Kaplan in Blankenau und Schwarzbach sowie ab 1955 in der Pfarrei St. Joseph in Kassel. Am 20. Juni 1960 wurde Kant die Pfarrei Marbach übertragen, die ihm zur zweiten Heimat wurde. Als weltoffener Seelsorger hat er sich stets auch intensiv um die Belange der politischen Gemeinde bemüht. Von 1971 an nahm Kant zehn Jahre das Amt des stellvertretenden Dechanten des damaligen Dekanats Hünfeld wahr. Von Ende 1981 bis zur Vollendung seines 70. Lebensjahres 1986 wirkte er als Dechant dieses Dekanats. Ab 1974 war er auch viele Jahre Dekanatspräses des Cäcilienverbandes. Als er 1991 in den Ruhestand trat, übernahm er bereitwillig die Seelsorge in Löschenrod.

Pfarrer Bruno Kant feiert 107. Geburtstag. Fotos: Christine Görlich.