Mitglieder der CDU-Fraktion, der Landtagsabgeordnete Thomas Hering und interessierte Bürgerinnen und Bürger waren auf der Begehung im Münsterfeld anwesend. Zunächst stellte die Familie Uth das gleichnamige Unternehmen vor. Die Firma beschäftigt sich mit Maschinen zur Kautschukverarbeitung, sowie mit der Forschung zur deren Verbesserung. „Wir sind von der Produktentwicklung bis zur Fertigstellung verantwortlich. Wenn die Einzelteile geliefert sind, dauert es in der Regel sechs bis acht Monate, bis die Maschinen fertiggestellt sind. Teamwork ist bei uns eine Bedingung“, so Peter Uth, der Geschäftsführer der Firma. Zurzeit beschäftigen sie 100 Mitarbeiter in Fulda und fünf im Vertrieb in China. Außerdem expandiert Uth in Kürze nach Japan und nach Amerika. Ihren Ursprung hat die Firma, so wie zahlreiche andere in Münsterfeld, im damaligen Westdeutschland.
Die nächste Station war das Zukunftsgerichtete Unternehmen bytewerk. Das junge Unternehmen, das um 2008 seine Ursprünge in der Küche des Inhabers Simon Weber hatte, punktet vor allem mit seinem enormen Zukunftspotenzial. Es beschäftigt sich mit allem rund um das Thema IT, vorwiegend mit IT-Sicherheitssystemen. Ihre Kunden sind hauptsächlich National mit im Schnitt 20 Mitarbeitern. Die Zahl der Mitarbeiter, die sich aktuell auf 45 beruft, solle sich bis zum Jahresende mehr als verdoppeln. Dies würde nicht nur durch die Expansion nach München geschehen, sondern auch durch das aktive Rekrutieren neuer Azubis und Mitarbeiter. „Wir leiden, wie andere Unternehmen auch, ebenfalls an Fachkräftemängel. Dafür entwickeln wir aber neue Lösungen. Beispielsweise haben wir den Tekkie-Award mit anderen großen Unternehmen in Fulda, wie Jumo und Edag ins Leben gerufen. Hierbei handelte es sich um einen Onlinequiz, welches über sechs Wochen aktiv war. Das Finalevent fand dann hier bei uns statt und wir haben Unternehmen und Bewerber zusammengebracht. Wir haben erkannt, dass auf einer Messe stehen nicht mehr ausreicht, um Bewerber zu gewinnen und möchten uns weiterentwickeln, wobei wir bereits jetzt positive Entwicklungen feststellen“, so Weber über die Errungenschaften und Zukunftsvisionen. Dennoch wünsche sich das Unternehmen, dass in den Berufsschulen sich vor allem bei den Prüfungen die Inhalte ändern, denn mit den reellen Herausforderungen der IT-Branche hätten diese kaum etwas zu tun.
Der letzte Stopp fand dann bei der Wilmingtonhalle statt, die vom Tischtennisverein aus Maberzell für die Bundesliga-Spiele und das Training genutzt wird, statt. Die Doppelhalle, zu der noch die Black-Horse-Halle gehört, wird aktuell saniert. Die Sanierungsarbeiten finden bei laufendem Betrieb statt, wobei zunächst die Black-Horse-Halle saniert wird und anschließend die Wilmingtonhalle. Die Bauarbeiten, die im Februar 2022 begonnen haben, sollen vermutlich bis September 2024 beendet werden. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Euro. Die Hallen wurden außerdem ebenfalls von der damaligen amerikanischen Besatzung übernommen.
Nach der Besichtigung der Sanierungsarbeiten saßen alle Anwesenden noch in gemütlicher Gesellschaft zusammen, wobei über Anliegen diskutiert werden konnte. Einer von ihnen war der Ausbau des ÖPNV im Münsterfeld sowie die Entlastung der Kreuzung, die den Berufsverkehr stark beeinträchtigt. „Ich freue mich sehr über all die Anregungen und über die Innovativen Unternehmen die hier zuhause sind. Ich bin mir sicher, dass sie sich in Zukunft entwickeln werden und freue mich schon darauf dabei zusehen zu dürfen“, so Hering abschließend.
