Fußball 18.04.2023

Regionalliga – Damm: „SGB-Hinspiel war unser schlechtestes Heimspiel“

Kassel (pf) – Der KSV Hessen Kassel steht vor bedeutenden Wochen: Einen Platz vor der Abstiegszone der Fußball-Regionalliga Südwest liegt der nordhessische Traditionsclub im Vorfeld des Gastspiels am Mittwoch (19 Uhr) im Fuldaer Stadion bei der SG Barockstadt. Allerdings konnten die Löwen seit der Winterpause durchaus positive Referenzen vorweisen, die als Maßstab für die kommenden Aufgaben gelten sollen – und kommen bissig in die Johannisau.

Kassels Fans waren bei den Gastspielen in Fulda immer zahlreich vertreten. Fotos: Christine Görlich

KSV-Trainer Tobias Damm (rechts) sah, ähnlich wie Barockstadt-Coach Sedat Gören, in den vergangenen Wochen viel Positives, ehe es zuletzt ein 0:3 bei einem Bundesliga-Nachwuchsteam gab.

„Die Lage ist gut“, versichert KSV-Trainer Tobias Damm. Daran änderte auch das 0:3 am Sonntag bei Stuttgarts U23 nichts: „Man muss anerkennen, dass sie über 90 Minuten besser waren. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten, leider haben wir sie nicht genutzt“. Die Mannschaft der Löwen habe diese Erkenntnis, will die Niederlage abhaken und nun den Fokus auf die Barockstadt richten: „Natürlich waren wir erstmal enttäuscht, aber sind dennoch sehr optimistisch“.

Optimistisch auch in Bezug auf den Klassenerhalt, denn für selbigen erarbeiteten sich die Löwen im Frühjahr bereits eine verbesserte Ausgangslage durch zwei Heimsiege gegen Walldorf und Homburg sowie ein 0:0 in Offenbach. Dreimal blieb der KSV ohne Gegentor, ehe es nun beim VfB drei gab. „Das Ziel ist, an die Leistung vor dem Stuttgart-Spiel anzuknüpfen“, stellt Damm klar: „Da sind wir am Sonntag leider auf allen Positionen nicht herangekommen, aber das ist der Maßstab, den wir gesetzt haben“.

Ein Maßstab, den die Löwen auch wieder erreichen wollen, denn die kommenden zwei Wochen werden mit dem Derby in Fulda, dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Ulm und dem Gastspiel beim Tabellenzweiten Steinbach Haiger knackig. Drei Punkte liegt Kassel vor dem ersten Abstiegsplatz, „am Mittwochabend sind alle wieder am gleichen Stand“, weiß Damm mit Blick auf die Spiele-Anzahl. Dann sollen es sechs Punkte Vorsprung sein, wobei dafür noch die SG Barockstadt aus dem Weg geräumt werden muss. Ungern erinnert sich Kassels Coach an jenen Freitagabend im September, als die SGB das Hinspiel mit 3:0 gewann. „Das war unser schlechtestes Heimspiel in der ganzen Saison. Aber wir wussten und wissen, dass diese Leistung nicht reicht – egal gegen wen“.

Zuletzt jedenfalls stellte der Trainer in den vergangenen Wochen fest, dass „die einfachen Dinge“ gut gemacht wurden und damit auch Erfolg kam. „Wir waren sehr präsent und gut in den Zweikämpfen, standen stabil, haben viele zweite Bälle gewonnen und Möglichkeiten herausgearbeitet“, definiert Damm den Maßstab, der den KSV zum Klassenerhalt führen soll. Was ein Abstieg für den großen Club aus Nordhessen bedeuten würde? Damm antwortet knapp: „Damit beschäftige ich mich gar nicht. Wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand. Die aktuelle Situation ist uns bewusst, sicherlich nicht einfach, aber es gilt, gemeinsam da rauszukommen“.