Als Vertreter der Bürgerinitiative waren an diesem Abend Sven Hartmann und Hubert Enders auf der Bühne. K+S wurde vertreten von Werksleiter Roland Keidel und Christina Korders aus der Konzern-Umweltabteilung. Des Weiteren mit dabei waren Landrat Bernd Woide, Neuhofs Bürgermeister Heiko Stolz und Susanne Linnenweber, Abteilungsleiterin „Verkehr, Planung, ländlicher Raum, Verbraucherschutz“ im Regierungspräsidium Kassel. Zahlreiche weitere Vertreter aus der Politik verfolgten die Diskussion aus dem Publikum. Einigkeit bestand im dem Punkt, dass es notwendig sei, das Haldenwasser weiter zu reduzieren. „Die Belastungen wollen wir immer möglichst gering halten“, sagte Keidel. Streitpunkt bleibt der Weg dahin.
Die BI, die laut eigenen Angaben mittlerweile 1150 Mitglieder zählt, forderte an diesem Abend erneut, dass ein Raumordnungsverfahren eingeleitet wird, die Dialogkreise in Zukunft öffentlich stattfinden und der Zeitdruck rausgenommen werde. Hartmann kritisierte, dass die Pläne bereits so weit seien, dass der Kaliberg nur mit einer Dickschichtabdeckung abgedeckt werden könne. Besonders ärgerte sich Hartmann darüber, dass nur über diese Alternative diskutiert und andere Möglichkeiten, wie beispielsweise Kunststoffdichtungsbahnen, nicht berücksichtigt würden. Diese Aussagen führten beim Publikum zu reichlich Applaus. Keidel nahm Stellung zu den Vorwürfen und ging auch auf einzelne Alternativen, wie die Möglichkeit, den Berg durch Abfräsung wieder unter Tage zu verlagern, ein. Das würde „sehr viel Energie und Staub bedeuten“, so Keidel. Das Publikum reagierte mit Rufen, Gelächter und buhte zudem laut.
Stolz und Woide betonten, dass es wichtig sei, dass sich alle bei der Entwicklung zu Verfahren und Varianten miteinbringen können. „Zu einer Lösung wird es an diesem Abend nicht kommen“, so Woide, aber man müsse weiterhin im Austausch miteinander bleiben und über Alternativen und Kompromisse diskutieren. Am Ende hatte das Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Aufgebrachte Bürger, aber auch Mitarbeiter von K+S traten ans Mikrofon, um ihre Positionen kundzutun.
