„Wir wollen digitale Transformation passgerecht für das Handwerk machen“, beschrieb Marco Ziegler, Community Manger des KDLR Fulda. Dabei sei selbst der Titel „Bock auf Digitalisierung – Handwerk im Handel“ bewusst gewählt worden. „Es hat eine deutschlandweite Studie gezeigt, dass Handwerkbetriebe keinen Bock auf die Digitalisierung haben. Aber wir denken, dass sie es eben doch haben“, erklärte er. Die KDRL sehe immer wieder das der Bedarf, aber auch der Wille sich mit dem Thema auseinander zu setzten, bei den Unternehmen vorhanden sei. „Spätestens nach der Pandemie haben wir gemerkt, dass wir digital arbeiten können“, so Ziegler.
Um dort anzusetzen, wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung „Bock auf Digitalisierung – Handwerk im Handel“ drei Workshops – die jeweils zeitgleich 25 Minuten gingen – rund um das Thema Digitalisierung angeboten. Bei „Digitale Sicherheit – Achtung Hacker“ zeigte David Wollmann, vom Business- und IT-Beratungsunternehmen Q_Perior, den Teilnehmern auf, welche Art von Hackern existiert und wie zum Gegenangriff ausgeholt werden kann. Dabei beantwortete Wollmann Fragen wie „Bin ich ein attraktives Ziel für Hacker?“, „Welche Art von digitalen Angriffen gibt es?“ und „Wie sensiblere ich mein Team?“. Um es zu veranschaulichen, hackte sich der Experte in ein System ein – und brachte die Anwesenden zum Staunen.
Im Workshop „Cloud und Handwerk – das passt zusammen“ erklärten Philip Enders und Sarah Möller von der rhöncloud GmbH, was eine Cloud ist und wie bedarfsgerechte IT-Infrastrukturen für das Handwerk aussehen. So beantworteten sie die Fragen „Wie lässt sich mit Cloud-Lösungen effektiver arbeiten“, „Welche Vorteile bietet eine Cloud gegenüber einem physischen Server in meinem Büro?“ und „Wie und wie schnell gelingt der reibungslose Umstieg auf Cloudlösungen?“. Dazu sagen die Experten: „Unser Ziel besteht darin, Unternehmen im Bereich der infrastrukturellen Digitalisierung zu beraten und zu begleiten“.
Beim dritten Workshop „Digitale Präsenz“, beleuchteten Gesa Gröning und Johannes Röder, wie sichtbar die Handwerksunternehmen im Internet für potenzielle Kunden und Angestellte sind und wie sie die Kontrolle über ihre Sozial Media Profile behalten und bewerten. Die beiden Akquise-Experten zeigten außerdem auf, welche digitalen Werkzeuge es zum eigenständigen Verbessern der Online-Präsenz gibt. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Website von den Experten live bewerten zu lassen und Tipps zu erhalten. „Häufig fehlt es an Kapazitäten oder Wissen. Das wollen wir ändern“, so die Profis.
Das Kompetenzzentrum für die Digitalisierung im ländlichen Raum ist ein Projekt des House of Digital Transformation e.V., gefördert durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung und digitales.hessen. Das KDLR Osthessen, Standort Fulda, arbeitet in enger Kooperation mit den lokalen Partnern Zeitsprung IT-Forum Fulda e.V. und Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.
