„Aktuell stehen noch zwei weitere Aufnahmetermine aus“, berichtet Ute Weber, Projektkoordinatorin RinKA (Regionale inklusive Bewegungs-, Sport-, Gesundheits- und Freizeitangebote). Themen wie „Bündeltragen“, Backrezepte oder Handwerkskunst – die Themen, mit denen die 24 Türchen im Rhöner Hörkalender gefüllt werden, sind breit gefächert und wurden von den Mitgliedern von Miteinander Füreinander Oberes Fuldatal gemeinsam mit den Mundartgruppen Gersfeld und Wehyers im Juni endgültig festgelegt. In Einzelarbeit und kleinen Teams wurden danach die Texte für den Kalender zusammengestellt. Für die musikalischen Türchen wurden Lieder ausgewählt und geeignete Musikgruppen gesucht und gefunden, die diese einspielen können.
Dann konnte es mit den Aufnahmen losgehen. Zwischen Anfang Juli und Anfang September gab es sechs Aufnahme-Vormittage für gesprochene Texte in der Alten Post in Weyhers – Neuland für die Senioren, die noch nie einen Podcast gemacht haben. Für jede einzelne Person gibt es feste Aufnahmezeiten. Betreut werden die Aufnahmen von Hans Haag, Susanne Beh, Sarah Heinisch und Weber. Ein Teil der musikalischen Beiträge des Hörkalenders, wurde mit Unterstützung von Felix Rudolph-von Niebelschütz im Tonstudio der Volkshochschule des Landkreises in Fulda aufgenommen.
Das Spektrum der Themen reicht von Handwerkskunst wie Leinweberei und Spinnweberei bis hin zu praktischen Backrezepten für „Mattekuchen“ oder auch Butterplätzchen. „Die Hörenden werden zum Beispiel erfahren, wie das Skifahren in die Rhön kam, wer die heilige Lioba war und welche Brauchtümer mit der Winterzeit verbunden waren beziehungsweise auch noch sind“, erklärt Weber. In Erinnerung gerufen werden sollen beispielsweise die Themen Hausschlachtung, „Bündeltragen“ oder auch „der herrsche Klaas“. „Der Großteil der Beiträge wird in Mundart gesprochen – so ist der Hörkalender vor allem auch für die Personen interessant, die Rhöner Dialekt verstehen beziehungsweise es sprechen lernen wollen“, sagt die Projektkoordinatorin.
Groß war die Freude des Planungsteams darüber, dass mit Michael Bleuel alias Franz Habersack, Stadtpfarrer Stefan Buß und dem ehemalige Hofbieberer Bürgermeister Eberhard Lauer in der Region bekannte Personen zur Mitgestaltung des Hörkalenders gewonnen werden konnten und ein Türchen füllen. Im November soll das Projekt mit allen Beteiligten an der Hochschule Fulda offiziell vorgestellt werden und ab 1. Dezember können dann alle jeden Tag online unter www.hs-fulda.de/hoerkalender ein neues Türchen öffnen. Unterstützt wird das Projekt von der Sparkassenförderung.
„Krisheilich kömmd“ – Mundart-Hörkalender zum Advent entsteht
