Fachposter und Experten sollen den Bürgern an verschiedenen Ständen umfassende Antworten zu ihren Fragen liefern. Bislang sei das Bauvorhaben, für das schätzungsweise 120 Millionen Tonnen Boden und Bauschutt benötigt werden, bei den Bürgern überwiegend gut angenommen worden, wie die K+S-Leiterin der Abteilung Umwelt und Genehmigungen, Dr. Karin Möller-Glock, in einem Pressegespräch am Dienstag mitteilte. Kritik und Sorgen äußerten die Bürger hingegen bezüglich des Baulärms, des erhöhten Verkehrsaufkommens und der Haldenerweiterung mit ihren Begleiterscheinungen. Dazu zählen die Rodung von Waldfläche, die Verlegung der Gieseler Straße, die Schaffung von zusätzlichen Bereitstellungsflächen und die Verlegung einer Gashochdruckleitung. Alle Themen sollen beim Bürgerdialog aufgegriffen werden.
Die Vorteile überwiegen nach Meinung der Projektplaner: Die geplante Dickschichtabdeckung sei die wirksamste Variante, wie bereits ein vergleichbares Projekt in Friedrichshall zeigte. Sie schaffe beispielsweise günstige Bedingungen für die Nachnutzung der Halde, schone die Umwelt auf lange Sicht, schaffe während der Umsetzung Arbeitsplätze und verwerte große Massen an Boden und Bauschutt sinnvoll. Zudem entsteht auf dem Monte-Kali schlussendlich ein Biotop für Pflanzen und Tiere – der Kaliberg wird grün.
„Wir befinden uns zwar noch in einem sehr frühen Stadium innerhalb des Projekts, dennoch ist es uns sehr wichtig, so frühzeitig wie möglich zu informieren und in einen engen Austausch mit den Menschen aus der Region zu kommen“, erläuterte K+S-Werksleiter Roland Keidel. Beim Bürgerdialog werde im Detail über Bau-Materialien, Transport und Infrastruktur, Emissionen und Umweltuntersuchungen berichtet. Klar sei aber auch, so Möller Glock, dass am Anfang des Projekts noch nicht alle Erkenntnisse und Parameter vorliegen: „Die Experten können entsprechend noch nicht alle Fragen beantworten. Dennoch wollen wir engmaschig über die Projektentwicklung aufklären und die Bürger mit ins Boot holen.“
