„Es wird schön eng und gemütlich“, schmunzelt Sodens Trainer Anton Römmich und hofft auf eine tosende Heimkulisse, die die Sprudelkicker zum Überraschungssieg peitschen soll: „Wir erwarten zwischen 400 und 500 Zuschauer und die müssen wir von der ersten Sekunde an mitnehmen.“ Nach Gesprächen mit den Fanbeauftragen des KSV erwarten die Sodener darunter etwa 100 Löwen-Fans. Die logistischen Herausforderungen seien groß, aber stemmbar, findet Römmich: „Der Platz hat bislang nur auf einer Längsseite eine Bande. Es werden zusätzliche Banden und Erhöhungen installiert, damit die Zuschauer Reihen bilden können. Im Eingangsbereich werden zudem Verkaufsstände aufgebaut.“ Ein solches Highlight gab es an der Bornwiese schon lange nicht mehr – die Sodener brennen auf ein Fußballfest gegen die namhaften Nordhessen.
Wir stellen uns nicht die Frage, wie hoch wir wohl verlieren werden. Wir bereiten uns auf einen Sieg vor“, betont Trainer Anton Römmich selbstbewusst. Nach einer kleinen Durststrecke in der Liga glückte die Generalprobe für den Pokalknaller am vergangenen Samstag – mit 6:1 wurde die SG Johannesberg deklassiert. Co-Trainer Mustafa Türksoy, der, gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Wladimir Römmich, die taktischen Anweisungen gab, war rundum zufrieden. Chef-Coach Anton Römmich fehlte krank, sah sich das Spiel aber im Nachgang auf Video an: „Ich habe viel Gutes gesehen und wir sind wieder in der Spur. Ohnehin dürfen wir nicht lange im Negativen herumstochern. Es ist sinnvoller, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.“ Der Punktverlust in Willingen, das 2:4 gegen Lichtenau und die 0:5-Klatsche in Bronnzell sind in der Kurstadt kein Thema mehr.
KSV fehlt in der Liga der Biss
Die Löwen schlossen die Vorsaison auf Rang sieben ab. Im neuen Jahr leiden die Kasseler bisher unter Ladehemmung. Mit der schwächsten Torausbeute rangieren die Nordhessen nach zwölf Partien auf dem vorletzten Platz, es gelangen acht Tore, heraus sprangen bislang sechs Punkte. Die Löwen greifen in diesem Achtelfinale in den Hessenpokal ein, während die Kurstädter bereits bereits Nachbar FSV Bad Orb (2:0) und die SG Viktoria Bronnzell (5:1) aus dem Wettbewerb eliminierten und nun erstmals zuhause antreten.
Bis auf die rotgesperrten Kevin Pezzoni und Simon Huhn sind alle Sprudelkicker einsatzbereit. Auch der Cheftrainer ist wieder dabei: „Schon vor der Saison hatten wir uns für den Hessenpokal Großes vorgenommen. Wir haben einen klaren Matchplan und können die Überraschung packen“, betont Römmich vor einem dieser Spiele, auf das sich jeder unterklassige Verein freut. Auf den Sieger könnte im Viertelfinale der TSV Steinbach Haiger warten: Das Regionalliga-Topteam gastiert als Favorit beim Hessenliga-Aufsteiger SV Weidenhausen.
