„Es ist etwas Besonderes, denn alle haben eine Beziehung zu Fulda“, erklärte die Historikerin und Beauftragte für Jüdisches Leben in Fulda, Anja Listmann. Die Gäste Ethan Bensinger aus den USA und Ofra Givon sowie Michael Braunold aus Israel besuchten die Winfriedschule, um einige Geschichten von Holocaust-Überlebenden zu erzählen sowie Fragen der interessierten Schüler zu beantworten. „Es ist eine große Freude, hier zu sein“, bedankte sich Bensinger für die Einladung. Die Wurzeln des gebürtigen US-Amerikaners gehen tief in die Barockstadt, sogar bis zu 500 Jahre zurück. „Meine Mutter wurde hier geboren“, erklärte er. Bensinger betitelte den Veranstaltungstag als wichtigen Zeitpunkt, denn es ist der mittlerweile 84. Jahrestag der Reichspogromnacht. Zum Schluss seiner Rede kündigte er noch den Film „Refuge“, zu Deutsch „Zuflucht“ an, in dem überlebende Juden von ihren Geschichten und Ereignissen des Holocaust sprechen. Die etwa 80 Schüler schauten aufmerksam dem Film zu. Nach den Fragerunden gab es einen gemeinsamen Fußmarsch aller zum Alten Jüdischen Friedhof, um der Verstorbenen des zweiten Weltkriegs zu gedenken.
