Lokales FD 23.11.2022

Mit Wimmelbuch und Fotokalender: Hünfelder Stadt entdecken

Hünfeld (jk) – Hünfeld spielerisch entdecken – in Zusammenarbeit mit der Medler-Stiftung und dem Hünfelder Fotoclub bringt die Stadt Hünfeld zwei echte Hünfeld-Produkte mit einem Wimmelbuch sowie einem Fotokalender 2023 heraus. In einer Pressekonferenz im Magistratssaal stellte der erste Stadtrat Stefan Schubert die zwei Langzeitprojekte am Dienstag vor. Der gesamte Erlös beider Projekte wird vollständig an wohltätige Zwecke gespendet.

Foto: Justin Klenner

„Es wimmelt von Tieren und bekannten Gesichtern“, beschrieb Schubert das Wimmelbuch der Medler-Stiftung. Auf zehn Seiten können Kinder oder Erwachsene eine Reise einmal quer durch Hünfeld erleben. „Kinder lernen spielerlisch Hünfeld kennen“, erklärte er. Im Buch zu sehen werden einige bekannte Gesichter sowie Attraktionen rund um Hünfeld sein. Egal ob das Rathaus, der Haselsee mit dem Märchenweg oder dem Gaalbernfest im Stiftsbezirk, für Groß und Klein wird es einiges zu entdecken geben. Neben den einzigartigen Orten sind auch einige große Persönlichkeiten der Stadt zu entdecken. So unter anderem Konrad Zuse, die Stadtführerin Heidi aber oder der Feuerwehrmann Thorsten. Die wunderschönen Seiten wurden dabei vom Münsteraner Illustrator Volker Konrad gezeichnet, der für den Wimmelbuch Verlag in Berlin tätig ist. Um die Stadt so Detailgetreu nachzeichnen zu können, war Konrad im Sommer vor Ort und erstellte dabei bereits die ersten Skizzen. Entstanden ist eine farbenfrohe Reise durch Hünfeld, in dem Kinder oder Erwachsene Vertrautes aber auch ganz viel neues entdecken können. Schubert bedankte sich besonders bei der Dr. Hans und Hildegard Medler-Stiftung, die sich spontan bereit erklärt haben, das Projekt zu finanzieren. „Die Reihenfolge der Orte ist nicht zufällig gewählt“, zeigte sich Schubert geheimnisvoll.

Eva Maria Melder-Waloschek, Vorsitzende des Kuratoriums der Medler-Stiftung, begründete die Beteiligung des gemeinnützigen Projektes damit, den Gründungszweck der Kulturstiftung nachzugehen und die Kultur für die Bürger zu fördern. Das Wimmelbuch ist nicht das erste gemeinnützige Projekt, welches die Medler-Stiftung in Hünfeld unterstütze. Bereits vor einigen Jahren haben sie der Stadt die Märchenfiguren rund um den Haselsee geschenkt. Im Jahre 2010 wurde die Melder-Stiftung dann zur Stiftung des Monats sowie zur Kulturstiftung des Jahres gewählt: „Was ist also nahelegender als die Kultur und Straßen von Hünfeld zu fördern“, erklärte Melder-Waloschek. Möglich wurde die Finanzierung bloß durch ein Hünfelder Ehepaar, welchen ihren gesamten Besitz mit einem Wert von etwa 2,2 Millionen Euro, der Stiftung übergeben hatten. Dabei lebte das Ehepaar damals mit ihren Kindern, die in frühen Alten verstorben sind, in der Computerstadt. Der Wille des Stifte Ehepaares war es daher, dass die gespendeten Erträge allen Bürgern in Hünfeld zugutekommen. „Sie wollten das zurückgeben, was sie in Hünfeld bekommen haben“, erklärte die Vorsitzende. Das Wimmelbuch steht somit als symbolisches Zeugnis um und für die Stadt Hünfeld.

Im Anschluss wurde noch der Fotokalender 2023 vorgestellt, der in Zusammenarbeit des Hünfelder Fotoclubs entstanden ist. Unter der Koordination von Bruder Andreas Grabon und Dirk Jonas wurde der Kalender mit weltbekannten Motiven mit Hünfelder Protagonisten nachgestellt. So wurde beispielsweise von Hünfelder Wirten das berühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl“ oder auch von zwei Schulleiterinnen das bekannte Filmplakat von „Fack Ju Göhte“ nachgestellt. „Am Anfang gab es noch Bedenken, aber es war toll, jeder hat diesen großen Spaß mitgemacht“, freute sich der erste Stadtrat Schubert abschließend.

Das Wimmelbuch sowie der Fotokalender 2023 werden ab Freitag an einem Stand beim Adventsmarkt erhältlich sein. Ab Montag startet der Verkauf dann auch im Bürgerbüro, in der Touristinfo im Kegelspielhaus, in der Stadtbibliothek und der Geschäftsstelle der Hünfelder Zeitung. Der Kaufpreis beträgt für beide Hünfeld-Produkte jeweils fünf Euro. Der gesamte Erlös wird an Wohltätige Zwecke gespendet.

Neues Wimmelbuch für Hünfeld. Fotos: Justin Klenner