Lokales FD 05.11.2022

Die Wemag-Messe läuft – Starkes „Zeichen“ für den Standort Fulda

Fulda (pf) – Innovationen, Ideen und Informationen – die zwölfte Werkzeug- und Maschinen-Messe der Wemag in Fulda ist eröffnet. Am Freitagmorgen strömten die Aussteller, Kunden und Besucher bereits in die Esperantohalle, um sich das Neueste aus der Branche anzuschauen und mit den 140 Markenherstellern, die sich bis Sonntag im Esperanto zusammenfinden, auszutauschen. Wemag-Geschäftsführer Christopher Schaus gab nach der Begrüßung um 9.51 Uhr den offiziellen Startschuss für die Messe auf 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in zwei Hallen.

Christopher Schaus eröffnete die 12. Werkzeug- und Maschinen-Messe. Foto: Pascal Fischer

Michael Konow (IHK). Fotos: Manfred Völler

Die Esperanto-Plaza war zur Eröffnung gut gefüllt.

Schaus blickte in fröhliche Gesichter: Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, alle waren sie gekommen und füllten die Esperanto-Plaza bei der offiziellen Eröffnung. Und finden „beste Voraussetzungen“ vor, wie der Wemag-Geschäftsführer betonte. Seit 1996 veranstaltet die Wemag die Werkzeug- und Maschinen-Messe, 2005 wurde umgezogen, seitdem findet sie alle drei Jahre im Esperanto statt. „Einige Hersteller sind schon von Anfang an dabei“, erzählte er stolz und stellte kurz die Entwicklung des Unternehmens heraus.

In all den Jahren hatte sich einiges getan, die Wemag hat mittlerweile fünf Standorte in Deutschland und ihr Netzwerk mit internationalen Handelspartnern ausgebaut, die Schaus mit ebenfalls einem „Warm Welcome“ in Fulda begrüßte. In den drei Jahren seit 2019 ist ebenfalls vieles passiert – von Corona über den Ukraine-Krieg, die damit einhergehenden eingebrochenen Lieferketten und wirtschaftlichen Unsicherheiten, aber auch sportliche Erfolge der Wemag-Partner, die ebenfalls vor Ort in Fulda sind – der VfL Bochum ist aufgestiegen, die Eintracht wurde Europa League-Sieger. Seit 1. November, also vier Tagen, ist die Wemag auch offizieller Lizenzpartner von Eintracht Frankfurt, hat einen Sicherheitsschuh entwickelt und liefert künftig Produkte an de SGE. Zwischenzeitlich hatte die Wemag in 2021 ihre Niederlassung in Siegen eröffnet und ist auch dort rasant gewachsen. Schaus zeigte sich nun froh, „dass wir alle hier wieder beieinanderstehen können, ohne Abstand“.

Die Messe bietet bis Sonntag eine große Vielfalt an Werkzeugen und Maschinen – 140 Markenhersteller sind gekommen, über sieben Prozent mehr als 2019. Der Platz im Esperanto geht langsam aus, doch von A bis Z ist einmal mehr alles dabei. Schon im Dezember 2020 habe es die ersten Anmeldungen gegeben, erzählte Schaus. Zwei Hersteller mussten kurzfristig wegen Corona absagen. Highlights wie eine große Tombola mit 3000 Preisen und Werkzeug-Vorführungen warten auf die Besucher. Im Besonderen dankte Schaus nicht nur dem Esperanto, den Ausstellern aus allen Gewerken und den eigenen Mitarbeitern, sondern auch Armin Müller vom Messebauunternehmen für den reibungslosen Ablauf. Auch der Geschäftsführer selbst legte unter der Woche Hand an beim Aufbau und betonte: „Es hat wieder mal Spaß gemacht, ich ziehe die Arbeitshose gerne an“. Der Geschäftsführer verkniff sich einen kleinen politischen Ausblick nicht, erwähnte dazu, „dass wir wichtige deutsche Werte gerade aus der Hand geben“, und zeigte im Hintergrund nur ein Bild einer Affenhorde. „Ich brauche die Politik nicht. Die Politiker müssen langsam verstehen, dass sie uns brauchen. Wir sind stolz, dass wir die Fahne für den Mittelstand hochhalten“, so Schaus.

Insgesamt 10.000 Besucher erwartet die Wemag an diesem Wochenende. Natürlich gibt es auch wieder Spenden an wohltätige Projekte. „Da, wo es gebraucht wird“, stellte Schaus klar. Die Wemag unterstützt Projekte in den Regionen ihrer Standorte, so zum Beispiel in Bochum, Kassel, Olpe und Meiningen, dazu dürfen sich „Leben und Arbeiten in Poppenhausen“ sowie die „Tour der Hoffnung“ über je 2250 Euro freuen.

 

„Zukunft wird aus Mut gemacht“

Auch der Fuldaer IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow sprach einige Grußworte, wünschte der Wemag, „dass die nächsten drei Jahre einfacher werden als die vergangenen drei“, und blickte auf die wirtschaftliche Lage in der Region. Er betonte: „Es ist bemerkenswert, dass gerade in diesen Zeiten eine solche Messe geplant und durchgeführt wird“. Zukunft werde aus Mut gemacht. Und die Werkzeug- und Maschinen-Messe der Wemag sei „ein Zeichen für den Wirtschafts- und Messestandort Fulda mit absoluter Zukunft“.

Die Besucher konnten am Morgen bei einem großen Rundgang durch die Messehallen schon einmal jeden Stand unter die Lupe nehmen, nun kann die Messe richtig Fahrt aufnehmen.

Weitere Infos unter: www.wemag.de/messe.

Eröffnung der Werkzeug- und Maschinen-Messe im Esperanto. Fotos: Manfred Völler