„Unser Ziel ist es, Innovationszentrum für Digitalisierung und Softwareentwicklung zu werden“, sagte Schulleiterin Susanne Diegelmann. In ihrer Begrüßung blickte sie auf die anstehende Umstrukturierung der Berufsschulen im Kreis Fulda, die eine Spezialisierung in bestimmten Bereichen vorsieht. Im kommenden Jahr werden in diesem Zuge auch die Fachinformatiker für Systemintegration an die Konrad-Zuse-Schule gehen. „Da sind wir besonders froh“, freute sich Diegelmann, dass die Schule diesen Bereich übernehmen darf: „Damit haben wir eine Tür geöffnet, um die IT-Ausbildung an der Konrad-Zuse-Schule zu erweitern.“ Schon jetzt gibt es an der FOS einen Schwerpunkt Informationstechnik und es werden angehende IT-Assistenten ausgebildet. Die bestehenden Kooperationen, unter anderem mit der Stadt Hünfeld und der Hochschule Fulda, wurde nun um eine weitere mit der Edag erweitert.
„Wir bilden für die Wirtschaft aus“, verdeutlichte Studiendirektor Jens Heddrich, dass Schule einen Zweck habe. Deshalb sei es auch nie ein Problem gewesen, dass Unternehmen für eine strukturelle Zusammenarbeit in die Schule kommen. „Uns ist wichtig, dass wir die Schüler weitergeben können in Hände, die sie brauchen“, sagte Heddrich. Dass es immer wichtiger werde, die jungen Leute früh kennenzulernen und ihnen die Chance zu geben, auch ein Unternehmen früh kennenzulernen, unterstrich Thomas Metschnabl, Leiter der betrieblichen Ausbildung bei der Edag. So könnten beide Seiten prüfen, ob es passt. Vernetzung werde in allen Bereichen immer wichtiger. Zur nun gestarteten Kooperation mit der Konrad-Zuse-Schule meinte er: „Es ist nicht nur schnell gegangen, es ist eine sehr angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit.“ Dass eine solche Kooperation ein sehr guter Weg sei, betonte auch sein Kollege Nicolai Pappert, der selbst vor acht Jahren als dualer Student bei der Edag begonnen hatte.
Was heute bereits in Sachen IT an der Konrad-Zuse-Schule gemacht und entwickelt wird, zeigten im Anschluss Schüler der Abschlussklassen. Simon Hähner, Ebrahimi Rassoul und Burak Tabkin stellten ihr Projekt zur digitalen und automatischen Torerfassung bei einem Tischkicker vor. Sie beschäftigen sich dabei sowohl mit der Sensorik/Elektronik als auch der Konstruktion und dem 3D-Druck verschiedener Bauteile. Leon Bohnwagner, Ruben Otto und David Maul setzten bei ihrer Entwicklung einer Back-up- und Cloudsoftware auf eine Verschlüsselung nach dem Zwiebelprinzip. Elnar Salimov, Halil Yazik, Adrian Weber und Ozan-Can Ekinci wollen eine Möglichkeit schaffen, Hünfeld neu zu entdecken, und entwickeln dafür eine 2D-Rollenspiel in und über die Haunestadt. Hünfeld ebenfalls virtuell erlebbar machen wollen Schmail Gill, Rafael Schmitt, Sam Stankiewicz, Eren Bina, Devin Gulau, Adrian Osmanoski, Mavin Fenzel und Jannis Schreiber. Sie entwickeln eine virtuelle Realität von Hünfeld auf Basis von Minecraft. Mit der Forschung und Entwicklung von outdoor Ultraschall-Sensorik beschäftigen sich Tony Eisermann und Raphael Elström. Konkret geht es bei ihnen um die Erfassung von Sonsordaten über zwei verschiedene Systeme am Beispiel von Hochwasserereignissen.
