Lokales FD 22.05.2022

Schmitt wird Kreisvorsitzender der CDU – Meysner legt Ämter ab

Künzell (sk) – Markus Meysner (CDU) wird zum 30. Juni aus gesundheitlichen Gründen als Landtagsabgeordneter zurücktreten. Dies erklärte er während des CDU-Kreisparteitags am Samstag im Gemeindezentrum Künzell. Der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt wurde als sein Nachfolger zum Kreisvorsitzender der CDU gewählt.

Fotos: Stefan Krug

Markus Meysner und Frederik Schmitt

Nachfolger von Meysner als Landtagsabgeordneter wird der 34-jährige Sebastian Müller aus Hofbieber. Müller arbeitet in der Kreisverwaltung Fulda und ist Mitglied der Gemeindevertretung seines Heimatortes. Er ist ledig und hat keine Kinder, was sich nach seinen Worten noch ändern könnte. Zu seiner zukünftigen Arbeit sagte er: „Aus meinen bisherigen Erfahrungen wird für mich der ländliche Raum im Vordergrund stehen.“

Zu Beginn freute sich Meysner, dass es endlich wieder normale Sitzungen gibt: „Seit 2018 durfte ich den CDU-Kreisverband führen. Es war eine teilweise schwere Zeit mit dem Mord an Walter Lübcke, dem Anschlag in Hanau, der Coronapandemie und nun dem Krieg in Europa in der Ukraine. Dies haben wir gut gemeistert – aber es kommen neue Herausforderungen.“ Er wies darauf hin, dass der Kreisverband als erster Friedrich Merz als Bundesvorsitzenden vorgeschlagen habe. „Hätte man auf und gehört wären es bei der Bundestagswahl über 30 Prozent für die CDU geworden und wir würden heute den Kanzler stellen.“ Er wies darauf hin, dass die CDU im Kreis Fulda gut aufgestellt sei mit 15 von 23 Bürgermeistern im Kreis. Ein Manko sieht er in der Zusammensetzung der Landesregierung: „Ein Minister würde uns zustehen, worauf ich immer hingewiesen habe.“ Nachdem er erklärt hatte, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder antrete, wurde er mit stehendem Applaus verabschiedet. Schmitt würdigte seine Leistungen während seiner zwölf Jahre als Bürgermeister der ehemaligen SPD-Hochburg Tann und danach in Wiesbaden: „Du warst der Landtagsabgeordnete mit dem höchsten kommunalpolitischen Wissen – und in allen Funktionen immer kreativ und engagiert.“

Mit 96,3 Prozent der Stimmen wurde Frederik Schmitt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er ist 41 Jahre alt, verheiratet, Familienvater und stammt aus Petersberg-Steinau. Seit sieben Jahren ist er erster Kreisbeigeordneter und seit 2018 stellvertretender CDU-Kreisverbandsvorsitzender. In seiner Vorstellungsrede wies er auf die Herausforderungen der letzten Zeit hin und sagte weiter: „Corona und die Flüchtlingskrise haben gezeigt, dass es die unterste kommunale Ebene war, welche die Probleme gelöst hat. Es macht mir Freude mich zu engagieren und mein Ziel ist es, dass die CDU weiterhin führende Kraft der Region bleibt.“ In den vergangenen zehn Jahren habe der Kreisverband 750 Mitglieder verloren und auch die Wahlergebnisse hätten sich verschlechtert. Um die Mitglieder besser einzubinden will er die Arbeitskreise der Kreistagsfraktion für alle öffnen: „Die Mitglieder wünschen sich mehr Kommunikation und es sollen sich alle einbringen können. Dazu denke ich auch an Mitgliederbefragungen.

Als weitere Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands wurden in geheimer Wahl mit jeweils überwiegender Mehrheit gewählt: Benjamin Tschesnok (Hünfeld), Stefanie Klee (Eiterfeld), Marion Frohnapfel (Nüsttal) und Peter Malolepsy (Hosenfeld) als stellvertretende Vorsitzende sowie Johannes Rothmund (Hofbieber) als Schriftführer sowie Paul Kredig (Künzell) als Schatzmeister.

„Der CDU-Kreisverband hat momentan 2738 Mitglieder, 225 weniger wie vor zwei Jahren. Davon sind rund 80 Prozent männlich“, sagte die Mitgliederbeauftragte Luzia Bickert und Schatzmeister Paul Kredig konnte von einem Überschuss trotz Kommunal- und Bundestagswahl im letzten Jahr berichten.

Verdiente Mitglieder wurden mit der Alfred-Dregger-Medaille in Silber ausgezeichnet. Elisabeth Lautenbach aus Poppenhausen-Steinwand, die unter anderem 24 Ortsbeiratsmitglied war, davon drei Wahlperioden als Ortsvorsteherin. Zwischen 2016 und 2021 gehörte sie dem Gemeindevorstand an und war langjähriges Mitglied im CDU-Ortsvereinsvorstand. Theo Flügel aus Hünfeld war einige Jahre Erster Stadtrat in Hünfeld und gehörte fast 18 Jahre dem Magistrat an. in der CDU war er Vorsitzender des Stadtverbands. Berthold Jost aus Eiterfeld war als Bürgermeister von Rasdorf der jüngste hessische Rathauschef. Nach 21 Jahren dort wurde er für weitere sechs Jahre zum Bürgermeister von Eiterfeld gewählt. Danach war er Geschäftsführer der Mittelstandsvereinigung der CDU und Stiftungsvorstand der Point-Alpha-Stiftung. Berthold Quell aus Hünfeld gehört seit 1977 der Stadtverordnetenversammlung an. Er war Fraktionsvorsitzender und ist bis heute Stadtverordnetenvorsitzender. Edwin Balzter aus Eichenzell war mehr als 40 Jahre lang kommunalpolitisch tätig. Über 30 Jahre lang war er Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Löschenrod. Besonders engagierte er sich in der Mittelstandsvereinigung – vier Jahre als Landesvorsitzender und als Geschäftsführer des Kreisverbands Fulda.