Der Übergang Schule-Beruf ist nicht einfach, machte Matthias Hansen, Mitglied der OloV-Steuerungsgruppe vom Staatlichen Schulamt Fulda, in seiner Einführung deutlich. Selbst wenn jemand eine Idee hat, in welche berufliche Richtung es gehen soll, stelle sich noch die Frage, welcher Weg dorthin der Beste ist. „Genial einfach ist das duale Studium nicht“, sagte Hansen und nannte als Grund nicht zuletzt, dass die dual Studierenden meistens dann im Unternehmen tätig sind, wenn „normale“ Studierenden ihre Semesterferien genießen können. Doch das duale Studium biete viele Chancen und Vorteile. Allein in Fulda werden an der Hochschule und der Privaten Berufsakademie insgesamt 14 verschiedene duale Studiengänge angeboten. Dr. Wolfgang Dippel moderierte anschließend eine Talkrunde. Prof. Dr. Bernd Meyer, Wissenschaftlicher Leiter der Privaten Berufsakademie Fulda und seine Kollegin Franziska Jordan, zuständig für die Studien- und Prüfungsorganisation, sowie Sarah Deberle, Recruiting Spezialistin bei tegut, und Moritz Möller, der im vierten Semester Mittelstandsmanagement studiert, blickten aus verschiedenen Perspektiven auf das duale Studium.
„Es kann stressig sein, aber es macht auch Spaß“, sagte Möller, der seinen Praxisteil bei tegut absolviert und dort schon verschiedene Unternehmensbereiche kennengelernt hat. „Es ist wichtig, dass man als angehender dualer Student die Einsatzbereitschaft und Lernbereitschaft mitbringt“, sagte Deberle. Sie schilderte, dass die Studierenden von Beginn an eigene Aufgaben bekommen und richtig mit anpacken würden. Meyer sagte: „Praxis und Projektarbeiten nehmen viel Raum ein. Die Arbeiten finden generell im Unternehmen statt und sollen zeigen, wie ist der Student in der Lage, die Theorie in der Praxis umzusetzen.“ Zu den großen Vorteilen an der Privaten Berufsakademie würden sicherlich die kleinen Gruppen gehören. Die Studierenden sind in der Regel zwei Tage pro Woche in der Berufsakademie und drei Tage im Unternehmen. Jordan, die selbst Mittelstandsmanagement an der Privaten Berufsakademie studiert hat, berichtete über die guten Möglichkeiten nach dem Abschluss: „Unsere Studierenden werden zu fast 100 Prozent nach dem Studium von den Unternehmen übernommen.“ Schließlich kennen sich beide Seiten gut, die Studierenden sind bereits eingearbeitet und kennen das Unternehmen und die dortigen Abläufe. Im Anschluss an den Talk konnten die zugeschalteten Studieninteressierten noch ihre Fragen stellen. Mehr Informationen zum dualen Studium an der Privaten Berufsakademie Fulda gibt es unter: www.ba-fulda.de/
