Fan der Show ist Leonie schon länger: „Ich fand es immer toll und hab mir vorgestellt, da selbst auf der Bühne zu stehen. Dahin kommen war mein größter Traum.“ Mit einem Bewerbungsvideo hatte sie daher die Chance ergriffen und wurde zum Vorsingen nach Frankfurt eingeladen. Dort hatte sie mithilfe eines Vocal-Coaches einige Lieder geübt, welche für die späteren Blind Auditions zur Auswahl standen. Bereits die Probe auf der großen Bühne war für die Zehnjährige eine tolle Erfahrung, berichtet sie. Umso aufgeregter war sie schließlich bei dem tatsächlichen Auftritt: „Das ging sehr schnell. Es war ein cooles Gefühl, eine große Erfahrung.“ Wie es ausgegangen ist, kann sie natürlich noch nicht verraten.
Bei den Blind Auditions waren zur Unterstützung neben den Eltern und ihrer jüngeren Schwester im Backstage-Bereich auch die Großeltern und Gesangslehrer im Publikum mitgekommen. Und noch ein weiterer Glücksbringer war dabei: Balu, der große Teddybär. Besonders spannend fand die Zehnjährige den Blick hinter die Kulissen, beispielsweise die Vorbereitung mit den Stylisten und deren Tischen voller Make-Up. Zudem habe es für stark aufgeregte Kinder extra eine Psychologin vor Ort gegeben, die bei Lampenfieber geholfen habe, fügt sie an. In der Lounge vor der Sendung konnte das Mädchen viele andere Kinder und auch einige Bandmitglieder für die Show kennenlernen.
Insgesamt ist Leonie froh, sich angemeldet und es bis zu den Blind Auditions geschafft zu haben. Bereits für die Reisen nach Frankfurt und später dann Berlin mit der Familie habe sich die Anmeldung gelohnt, findet sie. Auch, wenn es nicht immer nach Plan lief, meint die Zehnjährige: „Einmal haben wir uns auf dem Weg zum Studio mit Papa verirrt.“ Zusätzlich gab es als Geschenk noch Autogramme von den Jury-Mitgliedern, die per Post zugesendet wurden. Zu ihrem persönlichen Musikgeschmack sagt sie: „Ich bin ein Fan von Silbermond und Celine Dion.“
Corina, Leonies Mutter, ist sehr stolz auf ihre Tochter: „Es ist super, dass sie sich das zugetraut hat mit zehn Jahren. Wir unterstützen sie sehr.“ Durch ihren Mut hätte Leonie einen Einblick in die Film- und Fernsehwelt bekommen, viele Kinder kennengelernt und neue Erfahrungen sammeln können. Die Mutter ist außerdem froh, nun offen über den Auftritt reden zu dürfen: „Wir haben lange dichtgehalten. Es war für alle wahnsinnig aufregend.“
Ebenso stolz auf Leonie ist Manuel Schönherr, Schulleiter der Musikschule Mollenhauer. In der Vergangenheit hatten bereits einige seiner Musikschüler sich bei der Show beworben, erzählt er. Leonie ist nun als Erste zu einer Blind Audition eingeladen worden, was an sich schon eine Leistung sei. Bei der Aufzeichnung in Berlin durfte er zusammen mit seiner Frau Jennifer Schönherr, Leonies Gesangslehrerin, die Zehnjährige zum Auftritt begleiten. „Es war schon ein Erlebnis, das mal so zu sehen“, findet er. Der Schulleiter ermutigt die Schüler dazu, sich solche Auftritte als Ziele zu setzen. Dadurch könnten die Kinder und Jugendlichen lernen, ihren eigenen Weg zu beschreiten, sich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.
