Lokales FD 10.06.2022

Gästeführung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Geisa

Hünfeld (oz/co) – Unter dem Motto „Mit uns entdecken sie, was ihnen sonst verborgen bleibt" bietet die Tourist-Info auch in diesem Jahr spannende und interessante Gästeführungen an. Die Sonderführungen zu unterschiedlichen Themengebieten sollen auf die kulturelle und landschaftliche Vielfalt der einzelnen Kommunen hinweisen und sind für alle Generationen interessant und sehenswert.

Der jüdische Friedhof in Geisa (Astrid Weimann-Heim).Foto: privat

Die Existenz einer Synagoge in Geisa ist seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts am „Judenhaugk“, dem heutigen Schlossberg, nachweisbar. Ende der 1850er-Jahre wurde das Gebäude bei einem Brand zerstört, jedoch errichtete die jüdische Gemeinde an gleicher Stelle einen Synagogenneubau, der im Jahr 1862 eingeweiht wurde. Der ältere Teil des jüdischen Friedhofs liegt an einem bewaldeten Hang am südlichen Rand der Stadt.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Geisa gemeinsam mit dem Heimat- und Geschichtsverein „Geisaer Amt“ anlässlich der Veranstaltungsreihe „1700 Jahre jüdisches Leben“ Gelder für die Verlegung von Stolpersteinen gesammelt, die Ende Mai dieses Jahres verlegt wurden. Die Führung ist mit einem Fußmarsch verbunden und dauert circa 1,5 bis zwei Stunden.

Treffpunkt:  Am Schlossplatz in Geisa

Tickets für 6 Euro pro Person können unter pretix.eu/hessisches-kegelspiel/ oder im Büro der Tourist-Information im Hünfelder Kegelspielhaus erworben werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.