Angefangen habe alles mit einer Überraschung zum 50. Geburtstag, erinnert sich Unger zurück: „Es war eigentlich eine Eintagsfliege.“ Schnell hätten die sieben Rhöner aber gemerkt, dass es musikalisch passt. Als Erinnerung einigten sie sich auf den Namen Sieben Rhöner Franken, angelehnt an den Vornamen des Geburtstagskinds. Zwei Flügelhörner, eine Trompete, ein Tenorhorn, ein Bariton, eine Tuba und ein Schlagzeug zum Taktangeben verwenden die Musiker bei ihren Auftritten.
Den Weg hin zur eigenen CD beschreibt Unger als Herausforderung, da von den sieben Musikern nur vier Erfahrung mit solchen Aufnahmen hatten. Die anderen seien daher aufgeregt gewesen. „Wir haben es komplett zusammen eingespielt, um das Gesamtgefühl zu haben“, erläutert Unger. An einem Wochenende trafen sich die Mitglieder gemeinsam in einem Musikvereinsraum. Um mögliche Störgeräusche zu vermeiden, legten sie dabei Teppiche aus und deckten alles weitgehend zu. Der Namensgeber der Formation fasst das Gefühl bei der anschließenden Aufnahme als eine Mischung aus Anspannung und Spaß zusammen.
Als Besonderheit lobt Unger die Arbeit von Edi Sagert, welcher die Lieder passend zu den Instrumenten arrangiert und händisch geschrieben habe: „Das war sehr anspruchsvoll für uns. Für die Zuhörer ist es ein ganz neues Klangerlebnis.“ Selbst bekannte Melodien einiger Lieder würden so eine neue Facette bekommen, meint er.
Gemeinsam auf der Bühne stehen die Sieben nur in voller Besetzung, erklärt der Tenorhorn-Spieler. Die bisherigen Live-Auftritte seien ein tolles Erlebnis gewesen, findet er: „Es ist ein Funke, der zum Publikum überspringt.“ Wer die Musiker selbst einmal beim Konzert erleben möchte, bekommt am Sonntag, den 8. August beim Blasmusikfestival Guckaisee in Poppenhausen Gelegenheit dazu. Auch ein Auftritt im Rahmen der Landesgartenschau Fulda im kommenden Jahr sei bereits geplant, fügt Unger abschließend an.
