„Sie alle, vor allem aber unsere sechs ersten Bundessieger setzen ein beeindruckendes Zeichen für die Ausbildungsleistung unserer Handwerksbetriebe. Wir sind stolz, dass wir so viele gute Nachwuchskräfte haben“ sagte Frank Dittmar, Präsident der Handwerkskammer Kassel, zu diesem Ergebnis. Dieser Erfolg zeige, dass eine Handwerksausbildung junge Menschen auf ihrem Weg zur qualifizierten Fachkraft in ihrem Leistungsvermögen stärke, sie aber darüber hinaus auch im Bereich der Höchstleistung fördere.
„Der Wettbewerb zeigt, welche hervorragenden Leistungen junge Menschen im Handwerk erbringen. Er steht für ihre Bereitschaft, sich in ihrer Ausbildung zu engagieren, denn sie investieren viel Zeit und Kraft, um sich für ihren späteren Berufsweg zu qualifizieren“, so Dittmar weiter. Damit gebe das Handwerk sowohl dem Nachwuchs die Chance, sich zu profilieren, als auch ein eindrucksvolles Beispiel für die Qualität der eigenen Ausbildung. „Nur mit einer guten Ausbildung der eigenen Nachwuchskräfte können unsere Betriebe ihre Zukunftsfähigkeit sichern. Das ist für mich der einzige Weg, auf dem das Handwerk dem Fachkräftemangel nachhaltig begegnen kann.“
Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wird seit 1951 jährlich auf vier Ebenen – Innungs-, Kammer-, Landes- und Bundesebene, die aufeinander folgen – ausgetragen. Die Ziele sind: Begabte Auszubildende in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern, eine stetige Verbesserung des Leistungs- und Prüfungsniveaus, die Ausbildungsleistung des Handwerks in der Öffentlichkeit zu präsentieren und Erfahrungswerte für weitere Verbesserungen der Ausbildungsvorschriften zu gewinnen. Teilnahmeberechtigt sind Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die ihre Gesellen- oder Abschlussprüfung innerhalb der letzten zwölf Monate abgelegt und deren praktische Arbeiten in der Prüfung mindestens die Note „gut" erhalten haben.
Die Landes- und Bundessieger haben die Möglichkeit, als Stipendiaten in das vom Bundesbildungsministerium initiierte Programm „Begabtenförderung berufliche Bildung" aufgenommen zu werden. Für berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen stehen pro Stipendiat 8100 Euro Fördermittel zur Verfügung, die auf drei Jahre verteilt abgerufen werden können. Weitere Informationen zum Programm: Handwerkskammer Kassel, Scheidemannplatz 2, 34117 Kassel, Inken Aulenbacher, Telefon 0561 7888-135, inken.aulenbacher@hwk-kassel.de
1. Bundessieger
Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Konditorei: Nadja Poth, Ausbildungsbetrieb
Konditorei Café Klingelhöfer, Marburg
Feinwerkmechaniker: Nick Hansen, Metallgießerei und Dreherei Günter Friedrich, Liebenau
Keramikerin: Johanna Schneider, Töpferei Andreas Erbe, Kassel
Maurer: Leon Allendorf, Bauunternehmen Josef Blum, Hünfeld
Steinmetz und Steinbildhauer, Fachrichtung Steinmetzarbeiten: Johannes Reiter, Hartmann & Sohn Natursteinarbeiten, Künzell
Zahntechnikerin: Angelina Quell, PrimaDenta Zahntechnik, Fulda
2. Bundessieger
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik: Simon Schön, Ausbildungsbetrieb EDAG Engineering, Petersberg
Mediengestalterin Digital und Print: Tomke Bossel, Werbetechnik Zinke, Fuldatal
3. Bundessieger
Gerüstbauer: Herman Nguimfack, Ausbildungsbetrieb WEMO-tec, Eichenzell
Straßenbauer: Lars Schwarz, Marpe Bau, Twistetal
Bundeswettbewerb „Die gute Form“
3. Preisträgerin
Maßschneiderin, Schwerpunkt Damen: Paulina Schulze, Staatstheater Kassel, Kassel
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Landessieger:
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger: Yannic Priebe, Ausbildungsbetrieb Fliesen Eckstein, Fulda
Schornsteinfeger: Maximilian Kubens, Schornsteinfegermeister Andreas Muth, Marburg
Land- und Baumaschinenmechatronikerin: Tabea Studt, Wachenfeld Bau, Korbach
Holzblasinstrumentenmacher: Milan Schaub, Gustav Mollenhauer & Söhne, Kassel
Konditorin: Anna Maria Neuhäuser, Konditorei Café Klingelhöfer, Marburg
Augenoptikerin: Selma Garibovic, Fielmann,Filiale im DEZ, Kassel
Gebäudereiniger: Marcel Helmers, Richter Gebäudedienste, Niestetal
Fahrzeuglackierer: Moritz Myketin, Autoreparaturen Winfried Kraus, Hünfeld
