Damit wurde erstmal ein Deutscher im Marathon Europameister – ideales Laufwetter und 110.000 Zuschauer am Streckenrand sorgten für den gebührenden Rahmen. Anschließend durften beim SALOMON Run of 22 auch mehr als 2.300 Hobbyläufer:innen einmal die schweißtreibende Sightseeing-Runde über zehn Kilometer durch Münchner Innenstadt absolvieren. Doppelte Action gab es erstmals am Königsplatz, wo die Teilnehmenden im Speed-Klettern und bei der Beachvolleyball-EM für ausverkaufte Arenen sorgten. Zahlreiche Besucher:innen pilgerten erneut in den Olympiapark, um sich der vielfältigen Angebote des Festivals The Roofs zu erfreuen. Insgesamt strömten an Tag 5 der European Championships 206.000 Besucher:innen zu den Veranstaltungen.
Das Wunder von München: Drei deutsche Medaillen im Marathon
Grandiose Stadtkulisse, 110.000 Menschen an der Strecke und nach 42,195km spannende Zieleinläufe. Die deutschen Sportler:innen schafften am Montagvormittag das Wunder von München und holten einen wahren Medaillenregen. Das Damenteam freute sich über die Goldmedaille in der Teamwertung vor Spanien und Polen. Die Herren sicherten sich hinter dem Team aus Israel das silberne Edelmetall, Bronze gewannen die Spanier. Der Star des Tages war aber der Deutsche Richard Ringer. Getragen vom euphorischen Publikum setzte er zu einem unglaublichen Schlussspurt an und fing kurz vor der Ziellinie den Israeli Maru Teferi ab! Bronze bejubelte dessen Teamkollege Gashau Ayale. Ringer ist damit erster deutscher Marathon-Europameister.
Tag eins der Leichtathletik lockt zahlreiche Spontanbesucher:innen
Tag eins der Leichtathletik und immer wieder strömten die Fans ins Olympiastadion. An den historischen Ticketverkaufsstellen bildeten sich Schlangen, viele entschieden sich noch spontan zu einem Besuch der ersten Wettbewerbe. Maskottchen Gfreidi heizte den Zuschauer:innen ordentlich ein. In der Abendsession ging es für die Zehnkämpfer im Hochsprung um Punkte, im Kugelstoßen (M und F) werden bereits erste Medaillen verteilt, ebenso über 10.000 Meter der Frauen. Das Publikum bekommt also einiges geboten – und das ist nur der Anfang.
Vier Medaillen: Polen klettert zur Speednation Nummer eins
Vier Halbfinalistinnen, viermal Polen. Im Speedklettern der Frauen dominierte die Nation um Weltrekordhalterin Aleksandra Miroslaw. In einer Zeit von 6,92 Sekunden holte sie sich als Favoritin schließlich den Titel – wenn auch ganz knapp. Als beste Deutsche war Nuria Brockfeld ins Viertelfinale gekommen. Auch im Finale der Männer war Polen vertreten. Marcin Dzienski blieb allerdings hängen und musste dem Ukrainer Danyil Boldyrev (5,58 Sekunden) den Vortritt lassen. Dritter wurde der Franzose Gulliaume Moro. Auch ohne deutsche Final-Beteiligung feierten die 5.000 Zuschauer:innen am ausverkauften Königsplatz die neue Trendsportart.
Emma Hinze sichert sich Gold mit Millimeterarbeit
Spannender hätte es in der Messe München am frühen Montagabend nicht sein können. Im Sprint-Finale der Frauen entschieden Millimeter über Gold und das Publikum wartete nach dem Rennen gebannt auf die Entscheidung. Die Deutsche Emma Hinze siegte gegen die Französin Mathilde Gros, Bronze ging an Laurine van Riessen (NED). Zuvor gab es schon Medaillen im 1000-Meter-Zeitfahren. Bei den Männern fuhr der Franzose Melvin Landerneau zu Gold vor Matteo Bianchi aus Italien und dem sichtlich stolzen Maximilian Dörnbach aus Deutschland.
