Die MUT-Tour ist ein deutschlandweites Hilfsprojekt. Seit 2012 wird jeweils zwischen Juni und September in verschiedenen Gruppen auf je zwölf-Etappen durch Deutschland geradelt. Auf Tandems fahren die Teilnehmer an acht Tagen jeweils circa 55 Kilometer, ohne zu wissen, an welchen Plätzen sie die Nacht verbringen werden. „Wir Versorgen uns autark und finden unseren Schlafplatz über die Gespräche mit den Menschen“, erklärte Teilnehmerin Julia Rabe. Entsprechend voll bepackt sind ihre Räder. Mit Öffentlichkeitsarbeit will die Gruppe auf Depressionen aufmerksam machen und über die Anlaufstellen vor Ort informieren. „Wir sind keine Psychologen. Wir wollen nur darauf aufmerksam machen und in Gespräche mit Betroffenen kommen – wenn erwünscht, geben wir ihnen mögliche Adressen, an die sie sich wenden können“, gab Rabe an.
Das Feedback sei überwiegend positiv. „Wir gehen nicht aggressiv auf die Menschen zu, die meisten kommen zu uns. Wir machen mit unseren Klamotten oder dem Schild nur auf uns aufmerksam“, erklärte die Teilnehmerin, Andrea Roosch. Interessierte können ebenfalls an der MUT-Tour teilnehmen. „Nach einem Infogespräch und einem Kennenlernwochenende kann jeder mitmachen“, sagte Rabe dazu. Ein Team bestehe in der Regel aus zwei Teamleitern, die in regem Kontakt mit der Organisation stehen, zwei erfahrenen Teilnehmern und zwei Neulingen.
Regionale Anlaufstellen:
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, Unter Frauenstraße 20 in Bad Hersfeld, Telefonnummer: 06621 /-918602
Gesundheitsamt Fulda, Otfrid-von-Weißenburg-Straße 3, Telefonnummer: 0661 /- 6006-0
Diakoniezentrum für psychisch Kranke Fulda, Am Rosengarten 20, Telefonnummer: 0661 /-9010846
Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa, Wilhelmstraße 8, Telefonnummer: 0661 /-2428-300
