Lokales 06.09.2021

Sieben auf einen Streich – Feuerwehrfahrzeuge in Petersberg gesegnet

Petersberg (gü) – Ein beeindruckendes Bild am Sonntag auf dem Rathausplatz in Petersberg: Drei große Löschgruppenfahrzeuge und vier rote Mannschaftstransportwagen waren dort aufgereiht. Insgesamt sieben Feuerwehrfahrzeuge waren innerhalb eines Jahres für die Wehren Steinau, Steinhaus, Haunedorf, Marbach und Petersberg-Mitte angeschafft worden und wurden nun zusammen gesegnet.

Foto: Christine Görlich.

„Sieben auf einen Streich. Beim tapferen Schneiderlein waren es nur Fliegen, bei uns sind es sieben neue Fahrzeuge“, sagte Petersbergs Bürgermeister Carsten Froß. Dass eine Gemeinde so viele Feuerwehrfahrzeuge innerhalb eines Jahres anschaffe sei sicher einzigartig. Je ein Löschgruppenfahrzeug geht nach Steinau, Steinhaus und Haunedorf und je ein Mannschaftswagen nach Marbach, Steinau, Haunedorf und Petersberg-Mitte. „Es war für uns als Gemeinde eine echte Herausforderung“, sagte Froß und sprach dabei nicht nur von den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro, die sich auch eine Gemeinde Petersberg nicht einfach aus dem Ärmel schütteln könne, wie Froß es formulierte, sondern auch von dem Aufwand dahinter. Die Wehren hatten die Möglichkeit, die Autos auf ihre Bedürfnisse abgestimmt auszustatten, danach wurde die Anschaffung europaweit ausgeschrieben, am Ende konnten die Fahrzeuge in Österreich abgeholt werden. Froß ist aber überzeugt, dass Geld und Arbeit gut angelegt seien und die Gemeinde wolle auch weiter in die Feuerwehr investieren. Für das kommende Jahr sind der Bau einer Atemschutzwerkstatt und die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Marbach geplant.

Zur Indienststellung waren neben Angehörigen der einzelnen Wehren auch einige Ehrengäste gekommen. Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt berichtete über die Bemühungen, Fördergelder für die Fahrzeuge zu erlangen, hob aber hervor: „Den großen Batzen der Investition hat die Gemeinde Petersberg gestemmt.“ Auch CDU-Landtagsabgeordneter Markus Meysner sprach ein Grußwort und sagte dabei, dass die Fahrzeuge, auch wenn sie von einer bestimmten Gruppe genutzt werden, eine Anschaffung zum Wohle aller Bürger seien. Große Freude auch bei Gemeindebrandinspektor Christoph Möller. „Wann hat man schonmal die Chance, sieben neue Fahrzeuge und darunter drei Großfahrzeuge, gleichzeitig in Dienst zu stellen“, sagte Möller. Bernd Schädel vom Kreisfeuerwehrverband bezeichnete dies auch als einmalig. Er erinnerte daran, dass es mit der Anschaffung alleine nicht getan sei. Mit der Übergabe eines neuen Fahrzeuges gehe immer auch die Verpflichtung zur Ausbildung einher, damit alle Handgriffe gut sitzen. Manche mussten sogar extra noch einen neuen Führerschein für die Löschgruppenfahrzeuge machen. Schädel erinnerte aber auch an einen weiteren wesentlichen Faktor: „Alle Ausrüstung hilft nichts, wenn sich nicht genügend Bürger finden, die freiwillig Dienst leisten.“ Die anschließende Segnung führten die Pfarrer Marvin Lange und Christian Pfeifer (beide evangelisch) sowie Andreas Matthäi und Togar Pasaribu (beide katholisch) gemeinsam durch.

Neue Feuerwehrfahrzeuge in Petersberg gesegnet. Fotos: Christine Görlich.