Lokales FD 29.09.2021

Netzwerktreffen von OloV – Übergang Schule-Beruf im Fokus

Fulda (co) – „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“ – dafür steht die Abkürzung OloV. Das hessenweite Programm hat zum Ziel, den Weg von der Schule in den Beruf zu vereinfachen. Dazu fand am Dienstag im DB-Trainingscenter in Fulda ein digitales Netzwerktreffen mit Akteuren aus Schule und Beruf statt.

Foto: Constanze Gollbach

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen die Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2019. Dazu informierte Ingo Leven, einer der Autoren der Shell Jugendstudie, die knapp 120 Teilnehmer über die Ergebnisse der Forschungen. „Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich über das Portal auszutauschen und in das Gespräch zu kommen“, sagte Anni Bindewald von der OloV -Regionalkoordination. Ziel der Veranstaltung ist, dass den Jugendlichen unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen auf dem Weg zur beruflichen Karriere erspart bleiben. Als Austauschpartner standen den Teilnehmern Ralf Kleemann, Konrektor der Konrad-Adenauer-Schule Petersberg, Frank Blasinger, Leiter gewerblich/technische Ausbildung Jumo GmbH & Co.KG, Andreas Baur, HR-Manager bei der Element Six GmbH, Claudia Beck, Vorsitzende des Stadtelternbeirates Fulda sowie Sophie Wehner, stellvertretende Stadtschulsprecherin und Landesschülerratsdelegierte, zur Verfügung. „Wir wollen den Jugendlichen vor allem den Weg einer Ausbildung schmackhaft machen. Viele Ausbildungsstellen bleiben in Fulda leer, viele Schüler wissen nach der Schule nicht, welchen Weg sie einschlagen wollen. Hier können sie sich connecten und erfahren, welche Vorteile eine Ausbildung oder ein berufsorientiertes Praktikum hat“, sagte Bindewald und Ulrich Nesemann, ebenfalls von der OloV-Regionalkoordination ergänzte: „Viele Schulabgänger verschwenden viel Zeit mit der Selbstfindung und Orientierung. Diese Zeit könnte sinnvoll genutzt werden. Wichtig ist es, den Übergang zwischen der Schule und einem Beruf nahtlos zu gestalten.“

Damit die Interessen der Schüler ebenfalls miteinbezogen wurden, war die Stadtschulsprecherin vor Ort. „Viele Schulen – vor allem Gymnasien – bereiten die Schüler direkt auf ein Studium vor. Oft wird die Option einer Ausbildung gar nicht angesprochen. Zudem fehlt es an Beratungsstellen innerhalb der Schulen“, sagte Wehner. Dies sei unter anderem ein Grund, warum viele Schüler nicht wüssten, was sie nach dem Abschluss machen wollen. Die OloV-Netzwerktreffen finden in regelmäßigen Abständen statt. In diesem Jahr wurde das Treffen als Hybrid-Veranstaltung konzipiert, das bedeutet, dass es in Präsenz und gleichzeitig online stattfand. 

OloV-Netzwerktreffen im DB-Trainingscenter. Fotos: Constanze Gollbach