Benjamin Grudzinzki, Freiraumplaner bei der Firma Endboss aus Hannover, moderierte die Online-Präsentation und stellte die einzelnen Bereiche im Detail vor. Durch die Expertise der Mitarbeiter bei Endboss, die mit der Skateboard-Szene verbunden seien, hätte das Team in den vergangenen Monaten ein Leitbild entwickelt, dass den Skatepark mit der Umgebung des Landschaftsschutzgebietes zusammenführen soll. „Die Fuldaaue bietet große Freiflächen, es ist ein grüner statt urbaner Landschaftsraum. Dass das Gebiet zwischenzeitig überschwemmt werden kann, gehört dazu“, sagte Grudzinzki. Darauf aufbauend sei die Idee der Fuldainseln entstanden, zu denen er eine passende Geschichte einer Flut erzählte: „Eine neue Landschaft bildete sich unter dem Wasser, ein sozialer Begegnungsraum.“ Entsprechend sieht das Konzept mehrere kleinere Inseln mit verschiedenen Nutzungszonen vor, die über Stege verbunden sind und auf denen Besucher aller Altersklassen spielen oder Trendsportarten wie Parkour ausüben oder Scooter, BMX und Skateboard fahren können. Zum verwendeten Material erklärte Grudzinzki: „Überall sind Klinkerflächen als Aufenthaltsorte geplant, die Stege sind aus Holz und Stahl, an den Inselkanten soll es Wildwuchs für die freie Gestaltung geben.“
Jens Krannich, Diplom-Ingenieur bei Grünplan Landschaftsarchitekten aus Hannover, erläuterte zum Aufbau: „Wir konzentrieren uns auf das nördliche Areal beim Feuerwehrmuseum. Alles soll in die grüne Landschaft eingebettet werden und barrierefrei erreichbar sein.“ Im Schatten der Bäume seien mehrere Plätze zum Ausruhen angedacht, der Rutschenturm auf dem vorhandenen Spielplatz solle erhalten und um weitere Angebote zum Spielen und Toben erweitert werden. „Die Spielgeräte werden aus natürlich gewachsenem Holz gebaut, es wird einzelne spiegelnde Farbakzente geben“, fügt er an. Weitere Ergänzungen im südlichen Bereich befänden sich noch in der Planung.
Roman Bonzel von der Städtebauförderung der Stadt Fulda lobte die bisherige Arbeit der beiden Firmen bei der Neugestaltung: „Der Umbau wird über das Städtebau-Förderungsprogramm von Bund und Land gefördert und passt gut in die Kulisse. Es gibt noch ein paar Kritikpunkte, aber insgesamt stehen alle hinter dem Projekt.“ Bei der Vorstellung des Aktivparks wurde ein 3D-Entwurf der umstrukturierten Fläche gezeigt. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen und bis Ende 2022 weitestgehend abgeschlossen sein. Die Kosten sind mit rund 1,5 Millionen Euro angesetzt.
Im Anschluss an die Präsentation beantworteten die Experten einige Rückfragen der Gesprächsteilnehmer und gaben Detail-Einblicke in den Aufbau der einzelnen Hindernisse für den Skatepark. Abschließend stellte Bonzel fest: „Es gibt noch diverse Hürden zu nehmen, aber wir haben früh die entsprechenden Stellen mit eingebunden. Wir werden bald die finale Version verabschieden. Sobald sie beschlossen ist, sollen im Herbst Firmen ihre Angebote für den Bau abgeben.“ Grudzinzki ergänzte: „Wir finden das Projekt spannend. Es wird ein schöner Raum werden, in dem sich viele verschiedene Leute aufhalten können und deren Kreativität gefordert wird.“
