RSS-Feed(Fokus) 29.05.2021

Kultur-Truck hält auf Universitätsplatz – Tour durch ganz Deutschland

Fulda – Von Andreas Schellenberg – Mit zwei Wohnmobilen durch ganz Deutschland fahren und Konzerte spielen – diesen Wunsch haben sich die Familien Baitinger aus Hünfeld und Kreuziger aus Potsdam erfüllt. In 30 Städten sind Konzerte angemeldet worden, darunter auch der Auftritt in Fulda am Universitätsplatz am Freitag. Mit der Aktion wollen die beiden Familien Kultur und Austausch bei ihrem Publikum fördern.

Fotos: Konstantin Hau

Die bisherigen Auftritte seien sehr gut gelaufen, berichtete Hannes Kreuziger. Als Liedermacher unterhielt er das Publikum am Uniplatz mit verschiedenen Liedern auf dem Keyboard und motivierte zum Mitmachen. Bei den Konzerten sollen sich die Menschen versammeln und miteinander ins Gespräch kommen. „Wir wollen Kultur erlebbar machen. Es geht bei uns ums Herz, nicht um den Konsum“, betonte Kreuziger. Deshalb gehöre es zum Angebot, kostenloses Essen und Getränke bei dem Auftritt zu verschenken. Entsprechend enttäuscht war der Liedermacher darüber, dass es in Fulda am Freitag nicht möglich war.

Anstatt einer Schüssel voller Paella gab es stattdessen eine „Empaella“ – hier durften die Zuschauer nach dem Konzert selbstgemalte Bilder von den Kindern der beiden Familien aus der großen Pfanne mitnehmen. Stefan Baitinger war trotz der ausgefallenen Bewirtung ebenfalls zufrieden mit dem Auftritt in Fulda: „Es lief super, das Publikum war toll. Wir haben den Nerv getroffen.“ Nachdem er von Kreuziger die Idee von der Tour durch Deutschland gehört hatte, habe er spontan zugesagt. Sobald es wieder möglich ist, will der ehemalige Gastronom mit seinem Restaurant Die Finca in Hünfeld wieder durchstarten.

Das Ende der fünfwöchigen Tour bildet ein Konzert in Potsdam am Montag, den 21. Juni. Finanziert wurde die Aktion über die Crowdfunding-Internetseite startnext, bei der 128 Unterstützer insgesamt 17.269 Euro spendeten. Damit sind unter anderem die beiden Wohnmobile finanziert worden. Die beiden Familienväter, die durch den Lockdown ein Arbeitsverbot erhielten, möchten mit der Aktion auf die Situation der Gastronomie und Kulturschaffenden in den vergangenen Monaten aufmerksam machen.