„Wir sind total überwältigt“, freut sich Ruhl, die Teil des zwölfköpfigen Organisationsteams ist. Das Kontingent der verfügbaren Startplätze war im Vorfeld nochmal aufgestockt worden und es meldeten sich auch mehr Läuferinnen und Läufer an als Medaillen bestellt waren. The Running Moms ist eine Gruppe von Müttern und auch einigen Vätern, die sich gegenseitig zum Laufen, Walken und Bewegen motivieren. Sie treffen sich nicht real sondern haben sich auf Instagram zusammengefunden. Seit 2020 organisieren die Running Moms virtuelle Läufe und sammeln so Geld für caritative Einrichtungen. So auch beim Lauf am Muttertagswochenende, bei dem abzüglich der Kosten für Urkunden und Medaillen durch die Startgelder knapp 5500 Euro zusammenkamen, die auf fünf Einrichtungen, die alle etwas mit Kindern oder Familie zu tun haben, verteilt werden. Die „Kleinen Helden“ aus Osthessen erhalten somit 1100 Euro.
Obwohl jeder Teilnehmer die zwischen drei und 21,1 Kilometer langen Strecken für sich alleine in Deutschland, Österreich oder der Schweiz lief, entstand trotzdem ein Gefühl der Gemeinschaft. „Wenn die Leute posten, dass jetzt laufen, wird man wirklich mitgerissen“, berichtet Ruhl die selbst zu den „Early Birds“ gehörte und ihre Runde um 5.55 Uhr am Morgen startete. Einige hätten sich auch in den Tagen zuvor schon verabredet um an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit auf die Strecken zu gehen. Zum Abschluss gab es am Sonntag dann einen Livestream auf Instagram, bei dem sogar noch zwei gespendete paar Schuhe verlost werden konnten. „Es haben sich 100 Leute zugeschaltet“, schildert Ruhl. Das Orga-Team, elf Mamas und ein Mann, werden jetzt diesen Lauf erstmal noch nachbereiten. „Es wird aber bestimmt wieder mal irgendwas geben“, blickt Ruhl schon auf mögliche weitere Läufe.
