Lokales VB 14.03.2021

Hochgiftige Bananenspinne in Lauterbacher Supermarkt

Lauterbach (oz/pf) – Gruselige Entdeckung: Eine hochgiftige Spinne war in einer Bananenkiste offenbar illegal nach Deutschland bis in einen Supermarkt nach Lauterbach gereist. Der Supermarkt musste am Samstag die Feuerwehr alarmieren.

Fotos: Fuldamedia

Einen großen Schreck bekam ein Auszubildender in einem Supermarkt „An der Leimenkaute“ am Samstagnachmittag. Als er eine 18 Kilo schwere Bananenkiste auspackte und die Bananen in das Regal räumen wollte, entdeckte er unter der Folie eine dicke Spinne. Rund zehn Kilo Bananen hatte er bis dahin schon ausgeräumt. Geliefert wurde die Charge schon gestern. Es wurde vermutet, dass es sich um eine giftige Bananenspinne handelt.

Eine Mitarbeiterin rief die Freiwillige Feuerwehr Lauterbach, Löschzug Mitte an. Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Schütz machte sich auf den Weg zum Supermarkt. Mit einem Haken erweiterte man vorsichtig die Öffnung der Bananenkiste. Nun konnte man die Spinne unter der Folie sehr deutlich erkennen, allerdings nicht, ob es sich bei der Spinne um eine hochgiftige Bananenspinne handelt. Ihr Gift kann für Menschen lebensgefährlich sein. Eine Mitarbeiterin sagte gegenüber Fuldamedia: „In 38 Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt.“

Stadtbrandinspektor Schütz wollte nicht das Risiko eingehen, dass die Spinne entkommt und sich irgendwo im Supermarkt versteckt. Das hätte vermutlich bedeutet, dass man den kompletten Supermarkt evakuieren müsste, um Menschenleben nicht in Gefahr zu bringen. Das Risiko, das jemand von dieser Spinne gebissen wird, wäre viel zu groß gewesen. Das Gift der Bananenspinnen ist 18 Mal stärker als das Gift der Schwarzen Witwe.

So wurde die ganze Kiste mit einem langen Haken ins Freie gezogen. Dort entschloss man sich, die Spinne mit dem Inhalt eines Feuerlöschers zu betäuben, was auch gelang. Was dann kam, fällt auch einem Feuerwehrmann nicht leicht. Aber es musste sein. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Die restlichen Bananen mussten entsorgt werden, da sie durch den Einsatz des Feuerlöschers nicht mehr zum Verzehr geeignet waren, wie Hans-Jürgen Schütz sagte. Verletzt wurde zum Glück niemand.