Fußball 19.06.2021

Region legt sich einheitlich fest: Einfachrunde mit Playoffs ab 8. August

Osthessen (pf) – Das Spielsystem für die Fußballsaison in der Region Fulda steht: Schon am Wochenende des 8. August soll die Runde beginnen, gespielt wird fast überall eine einfache Runde mit anschließenden Auf- und Abstiegsspielen (update).

Symbolfoto: Görlich Media

Darauf haben sich die osthessischen Kreisfußballwarte Thorsten Beck (Fulda), Dietmar Pfeiffer (Schlüchtern), Erhard Zink (Lauterbach-Hünfeld) und Rainer Schmidt (Hersfeld-Rotenburg) am Donnerstagabend in einer Videoschalte mit Thomas Kaden vom Hessischen Fußballverband geeinigt, der den Funktionären der Region beratend behilflich war. Heißt: Spätestens am 8. August, mancherorts vielleicht schon freitags an diesem Wochenende, geht es in ganz Osthessen endlich wieder um Punkte. Alle Ligen auf regionaler Ebene, bis auf die Gruppenliga Fulda (wird geteilt) werden nach dem Modell spielen, dass eine Hinrunde gespielt wird, die Rückrunde wird ersetzt durch Playoffs nach oben und nach unten – nicht mit den ersten oder letzten Vier, sondern mit allen Vereinen.

„Je schneller die Dollar wieder in die Kassen kommen, umso besser für die „Vereine“, betont Schmidt stellvertretend für seine Kollegen und bezeichnet das Modell als „vernünftig“ und stellt klar: „Wir haben ganz klar gesagt, dass wir in der Region Fulda eine Einheit sind. Entweder machen es alle oder keiner“. So werden quasi alle Ligen nach diesem Modell spielen, in einer Klasse mit 16 Teams wie den Kreisoberligen kommt damit jede Mannschaft auf 15 Spiele in der Einfachrunde plus sieben weitere nach der Teilung für die Playoffs, macht 22 Partien. Damit sind es weniger als üblich, doch es dürfte im Frühjahr kaum Spiele um die goldene Ananas geben. Die Gruppenliga mit ihren 19 Teams sei zurecht geteilt worden, meint Schmidt, in den Kreisoberligen und abwärts sind überall weniger Mannschaften in den Klassen. Zwei Wochenspieltage seien zunächst für die Vereine zu erwarten, damit die Einfachrunde im Oktober zu Ende ist, „weil wir meistens Probleme haben, im November zu spielen“, begründet Schmidt und führt aus: „Den Vereinen, mit denen ich gesprochen habe, ist das auch recht, weil die Leute eher bei schönem Wetter abends zum Sportplatz gehen“.

Das Spielmodell muss nur jetzt noch vom Verbandsspielausschuss genehmigt werden, dann steht der neuen Saison in den osthessischen Amateurklassen nichts mehr im Weg. „Wenn uns keine Delta-Variante reingrätscht“, mahnt Schmidt, doch soweit wollen die Funktionäre noch gar nicht denken.

 

Kreis Fulda hatte Alternative ins Spiel gebracht

Fuldas Fußballchef Thorsten Beck wiederum muss sich mit der beschlossenen Variante anfreunden, die die Kreisfußballwarte zwar gemeinsam beschlossen haben, doch das, was der Kreis Fulda bevorzugte, war beim HFV weniger gut angekommen. Der Fuldaer Kreisfußballausschuss hätte sich für eine Teilung ausgesprochen, in der KOL Mitte beispielsweise hätten so viele Künzeller Derbys stattfinden können, ohne dass es zu einer ungleichen Verteilung an Gegnern in Heim- und Auswärtsspielen kommt. Je nach Pandemielage hätte danach eine Einfachrunde um den Auf- und Abstieg, oder wenn möglich sogar mit Rückrunde stattfinden können. „Dann wären wir flexibel gewesen. Aber das ist laut Verband nicht durchführbar, der Verbandsspielausschuss hat rechtliche Bedenken“, sagt Beck. Die nun beschlossene Option sei „die Beste von denen, die wir vorgeschlagen bekommen haben. Aber sie birgt immer noch Risiken. Was machen wir, wenn wir wieder in den Lockdown müssen oder eine Mannschaft in Quarantäne muss? Wir sind nicht so flexibel, wie wir es hätten haben können“. Sollte die Einfachrunde durchgebracht werden, hätte man zumindest eine Wertungsinstanz für den Fall eines erneuten Abbruchs. Und dann wäre da noch die Wetterlage, die auch der Grund war, weshalb die Region Fulda die Option der Vorverlegung gezogen hat und nicht wie vom HFV empfohlen erst am 15. August startet.

 

Eine Ausnahme?

Lauterbach-Hünfelds Kreisfußballwart Erhard Zink muss eine Ausnahme des Spielmodells prüfen: Seine B-Liga hat gerade einmal elf Mannschaften, ob eine Einfachrunde Sinn macht, ist er noch unsicher. „Oder sie müssen zweimal gegeneinander spielen“, mutmaßt er. Viel mehr Spiele als in 16er-Ligen würden dabei zumindest nicht herauskommen. Auch Zink betont, dass man im Oktober durch sein wolle, wenn alles ohne Quarantänen und Spielausfälle glattgeht, ist das auch drin. „Wichtig ist, dass wir mal durchkommen und Auf- und Absteiger haben“, betont der Herbsteiner.