Lokales FD 11.06.2021

75 Jahre AWO in Fulda – Mitmach-Aktionen zum Jubiläum

Fulda – Von Andreas Schellenberg – Die AWO in Fulda feiert Jubiläum, seit 75 Jahren gibt es den Kreisverband. Im Garten des Stadtteiltreffs Südend gaben Vertreter einen Einblick in die Geschichte und das Wirken des Verbands. Zudem informierten sie über verschiedene Aktionen im Jubiläumsjahr. Geplant sind unter anderem ein Geocaching-Rundgang mit Gewinnspiel sowie eine Veranstaltung am 3. Juli auf dem Universitätsplatz.

Von links: Ilona Götz, Sina Ilchmann und Bernhard Lindner freuen sich über 75 Jahre AWO in Fulda. Foto: Andreas Schellenberg

Bernhard Lindner, Vorsitzender des AWO-Kreisverbands Fulda, blickte auf die vergangenen 75 Jahre zurück – von der Versorgung der Bevölkerung nach dem Krieg bis zu den heutigen Angeboten. „Wie damals greifen wir heute die Nöte der Zeit auf und wollen diese etwas schmälern“, meinte Lindner und nannte als Beispiel die Schuldnerberatung, die von ehemaligen Bankern angeboten wird. Der Vorsitzende lobte unter anderem die Entwicklung des Stadtteiltreffs Südend, der sich um die Menschen vor Ort kümmern würde. Er bedankte sich außerdem bei der Stadt und dem Kreis Fulda für die gute Verbindung in den vergangenen Jahren.

Sina Ilchmann, die den AWO Stadtteiltreff Südend leitet, gab einen Einblick in den Alltag vor Ort: „Wir sind ein offener Begegnungstreff, der nach dem Bedarf der Menschen schaut. Ziel ist, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.“ Zum Angebot gehöre beispielsweise Hausaufgabenbetreuung, Deutschkurse für Migranten oder regelmäßige Treffen für die Gartenarbeit auf der Fläche des Stadtteiltreffs. „In den drei Jahren ist extrem viel entstanden, es wird ziemlich gut angenommen“, berichtete Ilchmann. Besonders freue sie sich, dass mit den Lockerungen der Coronamaßnahmen zukünftig auch wieder größere Veranstaltungen vor Ort möglich werden. Lindner ergänzte dazu: „Was während Corona möglich war, wurde auch organisiert. Wir haben versucht, den Kontakt zu halten.“ Hierfür ist der Verband digital geworden – die Menschen können sich nicht nur per Telefon, sondern auch über WhatsApp oder Zoom über Angebote informieren.

Etwas über die Geschichte der AWO in Fulda können Interessierte bei einer Geocaching-Tour lernen, die durch die Innenstadt führt. An den einzelnen Stationen, die alle eine Verbindung zur AWO haben, finden die Teilnehmer Zahlen und Buchstaben, aus den sich anschließend eine finale Koordinate ergibt. Dort ist dann ein Lösungswort zu finden. Ilona Götz, Leiterin des Büro Aktiv bei der AWO, erklärte dazu: „Es wird ein Gewinnspiel geben, bei dem Eintrittskarten und Bücher gewonnen werden können.“ Für die Teilnahme müssen Interessierte das Lösungswort, ihren Namen und ihre Adresse an buero-aktiv@awo-fulda.de schicken. Zwischen Juli und Oktober werden monatlich die Gewinner gezogen und bei einer großen Schlussverlosung sind dann alle nochmal dabei. Götz informierte außerdem über die geplante Veranstaltung am 3. Juli auf dem Universitätsplatz: „Wir werden Pavillons aufstellen ab 11 Uhr. Geplant ist daneben ein Fahrrad-Parcours für Kinder.“

Gegründet wurde der AWO Kreisverband Fulda im Juni 1946 von Erna Hosemann und einigen weiteren Mitgliedern. Etwa 116 hauptamtliche Mitarbeiter und zusätzlich circa 250 Ehrenamtliche, 150 Übungsleiter und 40 Honorarkräfte sind heute für den Verband aktiv. An den vierzehn Standorten in der Stadt Fulda sowie weiteren sechs Standorten im Landkreis nutzen nach Angaben des Kreisverbands etwa 60.000 Menschen jährlich die unterschiedlichen Angebote.

75 Jahre AWO in Fulda (Fotos: Andreas Schellenberg)