Bei sonnigem Wetter konnten die Osthessen in viele Angebote der AWO hineinschnuppern. Für die Kleinen gab es unter anderem einen Fahrradparcours, selbstgebastelte Luftballontiere sowie einen Stand des Väterprojekts, an dem Herzen aus Holz ausgesägt werden konnten. Daneben verkaufte Lohn und Brot selbst gezüchtete Blumen und die Fahrradwerkstatt bot einen Radcheck an. Die Passanten konnten ihr Glück an einem Glücksrad versuchen oder beim Basketballwerfen einen kleinen Preis gewinnen. Für die Stärkung gab Essen-auf-Rädern Kostproben aus, die Nähstube hatte Herzkissen und Second-Hand-Bücher da, die mitgenommen werden konnten.
Ilona Götz, Leiterin des Büro Aktiv bei der AWO Fulda, freute sich über die Zusammenarbeit des Kreisverbands mit der AWO Nordhessen bei der Organisation: „Bei uns gibt es keine Grenzen, deshalb auch das offene Herz in unserem Symbol. Wir sind alle AWO.“ Sie berichtete von den Veränderungen in der ehrenamtlichen Arbeit seit der Gründung des Vereins: „Die ist immer digitaler geworden, auch bei Älteren. Viele entscheiden sich mit Beginn der Rente aktiv zu werden und Menschen etwas beibringen zu wollen, etwa Deutsch für Migranten.“ Frank Fladung, Einrichtungsleiter des AWO Seniorenwohn- und Pflegezentrums Petersberg, fügte an: „Wir haben die Senioren bei uns intern geschult, um mit digitalen Medien besser umzugehen. Einige kommunizieren nun online mit Angehörigen und Freunden. Das zeigt, wie vielfältig unsere Arbeit sein kann.“
Zum Bühnenprogramm sagte Götz: „Das entstand über unsere Kontakte mit verschiedenen Gruppen. Es gibt Tanzvorführungen des Vereins Harmonie, die junge Naomi Mulumba von der Fuldaer Kinderhilfe wird etwas vorsingen.“ Weiter geplant sei ein Auftritt der Trommelgruppe des Bürgerzentrums Ziehers-Süd, eine Vorführung der AWO Kita Münsterfeld sowie eine Darbietung des Jugendsymphonieorchesters der Musikschule der Stadt Fulda. Götz lobte die Zusammenarbeit des Kreisverbands mit der Stadt: „Sie würdigen unsere soziale, nicht konfessionelle Arbeit.“ Patrick Stellberg, Vertreter der Bildungsstätte Pflegeberufe Nordhessen, war glücklich über den bisherigen Verlauf des Fests: „Das Wetter ist gut. Wir hatten lange Zeit kaum Kontakt nach außen.“ Die Beteiligten ergänzten, dass der Aktionstag auch für die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen das erste große Treffen in Person nach einer langen Zeit sei.
