Besucht hatten die Bauern am Mittwoch in ganz Deutschland ihre die direkten Marktpartner, auch viele Unternehmen aus der Ernährungsindustrie. „In allen landwirtschaftlichen Bereichen und insbesondere bei den Tierhaltern brennt derzeit die Hütte. Schlachtkapazitäten brechen weg, seit Monaten ruinöse Preise für Rinder und Schweine und Milchpreise, die gerade mal noch zwei Drittel der Kosten decken. Und mit weiteren Auflagen steigen die Kosten weiter, während die Erlösseite stagniert oder sich rückwärts entwickelt“, schreiben sie in ihrer Forderung – und ganz oben prangt die Zeile: „Schluss mit lustig – uns geht die Luft aus!“.
Die Landwirte fordern einen Erzeugeraufpreis von mindestens 15 Cent für einen Liter Milch, für das Kilo Schweinefleisch mindestens 50 Cent mehr, Rindfleisch einen Euro mehr und für ein Kilogramm Geflügel mindestens 20 Cent obendrauf. Besonders tierhaltende Betriebe seien massiv in ihrer Existenz bedroht, die Erlöse sollten deshalb in der Wertschöpfungskette gerechter verteilt werden.
Organisiert wurde die Aktion vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Fachgruppe Milch von Land schafft Verbindung (LsV), dem European Milk Board (EMB), den Freien Bauern und der MEG Milch Board.
„Ziel dieser Runde muss sein, kurzfristig und nachhaltig mindestens kostendeckende Erzeugerpreise für ALLE durch die deutsche Landwirtschaft erzeugten Produktgruppen zu erzielen“, heißt es in der Forderung. Die Organisatoren haben außerdem angekündigt, zeitnah erneut bei den Unternehmen vorbeizuschauen, und würden klare Antworten und Stellungnahmen erwarten.
