Die Hospizarbeit in Corona-Zeiten gestaltet sich schwierig: Nur wenige Angehörige dürfen die Schwerstkranke begleiten, ehrenamtliche Hospizhelfer sind in Pflegeheimen nur selten zugelassen. „Außerdem sind viele Ehrenamtliche Risikopatienten – ein Besuch wäre beidseitig fatal“, erklärte Silvia Hillenbrand, stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins Fulda. Somit stellt die Krise auch geübte Helfer vor Herausforderungen. Um seine Arbeit fortzuführen und Todkranken auch in Zeiten von strengen Abstands- und Hygieneregeln zur Seite stehen zu können, ist der Hospizförderverein weiterhin auf Spenden angewiesen. Eine Spende in Höhe von 1000 Euro hat der Eintracht Fanclub EFC Dom-Adler Fulda-West kürzlich an den Hospiz-Förderverein Fulda e.V. überreicht.
Übergeben wurde die Spende auf dem Sportgelände des Haimbacher SV – „die Wiege“ des Eintracht Fanclubs EFC Dom-Adler Fulda-West, wie der erste Vorsitzende Hans-Joachim Tritschler erklärte: „Der überwiegende Teil stammt aus Haimbach und ist auch hier aktiv im Verein.“ Der EFC Dom-Adler ist knapp zwei Jahre alt, hat fast 100 Mitglieder und ist seit Anfang des Jahres von Eintracht Frankfurt als offizieller Fanclub anerkannt. „Wir haben in der Zeit schon ganz schön was erreicht“, zog Trischler voller Stolz Bilanz. Von Public-Viewing im kleinen Rahmen über Auswärtsfahrten bis hin zu der Beteiligung an sozialen Projekten – „Gemeinschaft spielt für uns eine große Rolle“, so Tritschler weiter.
Schon lange hatte der Fanclub geplant, mit 50 Personen zum Heimspiel des Bundesligisten Eintracht Frankfurt gegen den SC Paderborn zu fahren. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Zuschauer derzeit allerdings nicht zugelassen. Aus diesem Grund hatte die Eintracht hat sehr früh die Möglichkeit der Kartenrückgabe eingeleitet – die Karten konnten zurückerstattet, dem Verein überlassen oder an soziale Projekte im Raum Frankfurt gespendet werden. „Wir haben uns entschlossen, dass wir was Soziales machen, aber hier vor Ort“, erklärte Tritschler: „Also haben wir uns das Geld zurückerstatten lassen und eine ganze Menge Leute aus unserem Verein wollten spenden.“ Insgesamt ist auf diesem Weg eine Summe von 1000 Euro zusammengekommen, die der Hospizarbeit in der Region zugutekommen soll. „Das ist eine beachtliche Summe“ lobte der Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, MdB Michael Brand: „Hier wird Zusammenhalt gelebt und ich denke, diese Spendenübergabe ist ein guter Anlass, um auch auf die Hospizarbeit aufmerksam zu machen, um andere dem Beispiel folgen zu lassen.“
