Lokales FD 12.01.2020

Krokodil trifft Krokodil – Viel los im Fuldaer Tümpelgarten

Fulda (gü/oz) – Lebende und fahrende Krokodile gibt es an diesem Wochenende im Tümpelgarten zu sehen. Der Modelleisenbahnclub Fulda stellt wieder beim Terrarienverein „Scalare“ aus und so können die Besucher sowohl lebende Kubakrokodile als auch Schweizer Metall- und Kunststoffkrokodile auf Schienen sowie viele weitere kleine Züge bewundern.

Fotos: Jasha Günther.

„Etwas Besonderes ist eine mit Dampf angetriebene Lokomotive“, sagt Scalare-Vorsitzender Christian Redweik. Bevor die Lokomotive losfahren kann, bedarf es immer einige Minuten Vorbereitung: Erst muss der Tank mit Gas befüllt, dann vorgeheizt werden, damit sich Druck im Kessel aufbaut. Die einzelnen Schritte erklärte der Besitzer den vielen neugierigen Besuchern gerne. Neben der Dampflok und den Krokodil-Modellen waren auch verschiedene andere Eisenbahnzüge auf unterschiedlichen Spurweiten zu bewundern – immer eingebettet in detailreiche Landschaften. Im Mittelpunkt stand auch diesmal wieder die mit neuen Modulen erweiterte H0e-Anlage, die sich durch den Raum zog. Kleine Podeste sorgten dafür, dass auch Kinder einen guten Blick hatten. Zudem hatten die Kids an einem anderen Tisch auch die Möglichkeit, zwei Züge selbst zu steuern.

In der Terrarienausstellung gehörten natürlich die Krokodile zu den Highlights. 2015 und 2016 wurde in Fulda Nachwuchs gezüchtet. Von den jeweils vier Jungtieren wurde beide Male eins behalten, die anderen wurden in Krokodilzoos abgegeben. „Es sind stark bedrohte Tiere“, schilderte Markus Jäger, dem die Kubakrokodile gemeinsam mit Matthias Frank gehören. Nachdem ein mit viel bürokratischem Aufwand verbundener DNA-Test in Texas gezeigt hatte, dass die beiden Fuldaer Tiere reinrassig sind, wurde sich in den vergangenen Jahren um die Zucht bemüht. Die Kubakrokodile waren über Umwege nach Osthessen gekommen. 1989 In Dessau beschlagnahmt lebten sie zunächst im Tierpark Hamm, wo Jäger und Frank sie sahen und später auch kaufen konnten. Auch die Bewohner der anderen Terrarien und Aquarien kamen bei den Besuchern gut an. Reptilien wie Schlangen und Warane waren oft nicht auf den ersten Blick zu sehen, die südamerikanischen Fische im großen 4500-Liter-Becken hingegen streiften direkt an der Scheibe entlang.

Auch am Sonntag hat die Doppelausstellung auf dem Vereinsgelände in der Maberzellerstraße (gegenüber des tegut-Markts) nochmal von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.