„Das Programm schafft seinen roten Faden nicht über die Lieder, sondern indem es die zwei ‚E‘s weckt: Emotionen und Erinnerungen“, wandte sich Veranstalter Jörg Beese zu Beginn der Veranstaltung an das Publikum: „Die Lieder rufen einzigartige Momente hervor, an die Sie sich erinnern.“ Auf dem Programm standen die berühmtesten Songs aus den großen Musicals der Welt, doch besonders viel Applaus ernteten die Sänger für ihre Darbietungen aus „Die Päpstin“ und „Bonifatius“ – beides Spotlight-Produktionen aus der Domstadt. Eröffnet wurde das Programm mit dem Song „Hinter hohen Klostermauern“ aus dem Musical „Die Päpstin“, gesungen von Lutz Standop. Darauf folgten Schlag auf Schlag Hits aus „Tabaluga“, „Evita“ und „Les Miserables“, „die drei Musketiere“, „Mozart“ und „Starlight Express“. Zusammengestellt hatte Veranstalter Jörg Beese insgesamt 27 bekannte Titel aus 50 Jahren Musikgeschichte und sorgte mit seiner Ohrwurmauswahl für kurzweilige Unterhaltung und gute Laune. „Ganz viel Gänsehaut“ wünsche Beese schließlich vor der Pause, als bei dem Lied „Morgen Schon“ aus Les Misérables fast das ganze Ensemble auf der Bühne stand.
Fuldaer Musicalfans, aber auch jene, die extra für die Show angereist waren, zeigten sich beeindruckt, schließlich boten die Sänger eine gelungene Musikdarbietung auf hohem Niveau. Neben den Musicaltopstars Ethan Freeman, David E. Moore, Yngve Gasoy-Romdal, Franziska Lißmeier oder Sophia Revilla standen auch zwei Fuldaer Nachwuchstalente auf der Bühne: Die 14-jährige Leara Tauber und der 12-jährige Paul Rümann waren die heimlichen Stars der Show – zumindest bei dem heimischen Publikum. Gemeinsam präsentierten sie dem Publikum „Alles was du kannst“ aus dem Stück „Annie get your gun“ und ernteten für ihren Auftritt lauten Applaus. Und mit dem Projektchor Fulda unter Carsten Rupp und dem Chor der Obersbergschule Bad Hersfeld standen auch einige weitere Osthessen mit auf der Bühne. Während den einen Bühnenbild oder Lichteffekte fehlten, reichte es anderen völlig aus, dass die kraftvollen Stimmen durch das Programm trugen. So wurden mit viel Leidenschaft die unvergesslichen Songs aus den schönsten Musicals aller Zeiten zelebriert. So verschieden die Geschmäcker des Publikums waren, so verschieden waren auch die Lieder. Natürlich konnte da nicht jedem der Zuhörer jedes Lied gefallen, der Applaus viel abhängig von der jeweiligen Nummer einmal leiser oder ein anderes Mal lauter aus, aber am Ende des Abends hatte wohl jeder sein persönliches Lieblingslied gefunden.
