Bereits vor einigen Monaten hatten sich die Bogenschützen der Rhön und der Deutsche Feldbogen Sportverband mit einem interessanten Vorschlag an die Schlossverwaltung gewandt: Der Wildpark des Schlosses biete sich für den Bogensport an. Dieses Projekt soll nun angegangen werden, weshalb sich am Samstag Vertreter der Sportart, darunter Jürgen Bauer, Sportleiter des Deutschen Feldbogensportverbandes, und Dieter Jung vom Vorstand der Bogenschützen der Rhön eingefunden hatten, um zusammen mit Musemsdirektor Dr. Markus Miller die neue Kooperation vorzustellen. „Es ist eine gute Möglichkeit den Bogensport einer breiten Öffentlichkeit in besonderem Ambiente zu präsentieren“, freute sich Bauer über die Zusammenarbeit mit Schloss Fasanerie. Doch nicht nur die Sportart könne auf diese Weise Zulauf bekommen, auch das osthessische Barockschloss werde von den neuen Besuchern profitieren.
Los geht es mit den ersten Meisterschaften am 11. bis 14. Juni sowie am 3. und 4. Oktober, bei denen selbstverständlich auch Zuschauer willkommen sind, sich informieren können oder sogar selbst einmal ihr Können mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen dürfen. Doch der Bogensport soll in Fasanerie keine einmalige Sache bleiben: Bis 2021 soll ein abwechslungsreicher Parcours dort entstehen, der Bogensportler aus ganz Deutschland nach Osthessen locken soll. Diese können sich dann auf 112 Stationen freuen, bestehend aus Feld-Zielscheiben und plastischen Tierattrappen in 3D, denn es sollen natürlich keine echten Tiere zu Schaden kommen. So entsteht im Wildpark ein regelrechtes Paradies für die Schützen. „Bei dieser Sportart ist die innere Ruhe besonders wichtig“, erklärte Dieter Jung vom Vorstand der Rhöner Bogenschützen. Ruhe werden die Schützen auch auf ihrer Anlage haben, denn diese ist für sie extra abgesperrt. Zugänglich wird sie durch zu erwerbende Jahreskarten sowie einer erforderlichen Schießberechtigung. „Die Besucher des Parks werden aber durch diese Neuerung nicht beeinträchtigt, da dieses Areal auch vorher schon nicht zugänglich war“, erläuterte dazu Museumsdirektor Dr. Markus Miller und freute sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den Bogenschützen. Der Beschluss dieser neuen Kooperation wurde auch symbolisch durch die Übergabe einer Fasan-Attrappe an Miller durch den Deutschen Feldbogensportverband untermauert sowie eines goldenen Schweins an die Bogenschützen aus der Rhön.
