„Die Summe von, dem was jeder einzelne tut, ist der Erfolg“, gab Plöger den Zuhörern mit auf den Weg und verglich es mit der Zeit vor dem Mauerfall. Hätte dort jeder gesagt, dass es ja egal sei, ob er hingehe oder nicht, hätte es keine Demonstrationen gegeben. Wenn die 7,7 Milliarden Menschen auf der der Welt alle ein klein wenig machen, sei das schon ziemlich viel. „Dieser Planet braucht uns nicht, aber wir ihn“, verdeutlichte er und animierte, sich im Alltag immer wieder zu hinterfragen und lieber etwas anderes zu kaufen, wenn der Preis für ein Produkt absurd niedrig ist. In der globalen Klimapolitik brauche es aus seiner Sicht eine Revolution, doch die funktioniere mit der aktuellen Systematik bei Klimakonferenzen nicht, bei der solange gestrichen werde, bis alle teilnehmenden Länder zustimmen.
In seinen mit eindrücklichen Bildern veranschaulichten Ausführungen „übersetzte“ der Diplom-Meteorologe, den viele als „Wetterfrosch“ der ARD kennen, Klimaforschung in eine allgemein verständliche Sprache mit Beispielen aus der Lebenswelt aller. Er zeigte dabei auch auf, dass die Klimadiskussion nichts Neues ist. Die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen könne, sei schon Anfang der 90er Jahren da gewesen. Dafür, warum das Thema jetzt wieder so präsent ist, hatte Plöger eine Erklärung: „Der Klimawandel ist haptisch geworden. Wir spüren Veränderung.“ Dürre und Waldbrände auf der einen Seite, Regenmengen eines ganzen Jahres innerhalb einer Woche und meterhoher Schnee auf der anderen Seite – diese Extreme werden die Menschen in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter begleiten, denn der „Wettermotor“ (Jetstream), der immer dafür sorgte, dass Hoch- und Tiefdruckgebiete sich weiterbewegen laufe durch die Erwärmung und das Schmelzen der Pole nicht mehr so gut.
Sparkasse nimmt Herausforderungen des Finanzmarkts an
In der Esperantohalle begrüßt hatte der neue Vorstandsvorsitzende der Fuldaer Sparkasse, Uwe Marohn, die Privatkunden und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche. „Mit der Resonanz in diesem Jahr haben wir nicht gerechnet“, freute er sich über das im Vergleich zum Vorjahr nochmal gestiegene Interesse. Zudem warf er auch einen Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr der Sparkasse und die aktuellen Herausforderungen. „Die Negativzinspolitik belastet uns doch nachhaltig“, sagte Marohn und die zunehmende Regulatorik mache es nicht leichter. Doch die Sparkasse werde sich dem stellen und die bestmöglichen Lösungen erarbeiten. Im Schlusswort dankte Landrat Bernd Woide, der zugleich Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist, Plöger für den tollen Vortrag: „So wie Sie es rübergebracht haben, sollte man es häufiger machen“. Ganz am Ende stellte Marohn dem Meteorologen noch die Romo-Frage, doch da wollte sich Plöger noch nicht so ganz festlegen.
Sparkasse Fulda gut gerüstet – Erste Bilanz des Geschäftsjahrs 2019
