Für die Fliedener war das 4:3 am Mittwoch in Oberndorf zwar auf dem Papier ein erfolgreicher Test, jedoch blieb ob der schwachen Schlussphase mit zwei unnötigen Gegentoren ein durchwachsener Eindruck hängen – auch bei Coach Zlatko Radic, der deshalb schon im Vorfeld des Pokalspiels in Bronnzell warnt. „Wir brauchen nicht drüber zu reden, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat“, zahlt Radic gerne ins Phrasenschwein: „Auch das Spiel muss erstmal gespielt werden“. Immerhin: Kapitän Sascha Rumpeltes wird zurückkehren, auch Fabian Schaub und Florian Weß sind am Wochenende mit dabei. „So habe ich mehr Optionen“, freut sich Radic, dessen Team am Sonntag dann noch in Hosenfeld testen möchte.
Die Bronnzeller wiederum lieferten ebenfalls unter der Woche einen ordentlichen Test gegen den Hünfelder SV ab und hielten bis zur Pause ein 0:0. „Flieden wird ein ähnliches Kaliber“, weiß Trainer Jens Keim um die Parallelen der beiden Hessenliga-Aufsteiger und zog aus der ersten Halbzeit viel Positives: „Das, was wir 45 Minuten gezeigt haben, müssen wir über 90 Minuten zeigen“ – nur dann scheint eine Überraschung drin, wenngleich die Viktoria auf dem Papier eine gute Truppe auf den Platz schicken wird. „Wenn Flieden einen normalen Tag hat, gewinnen sie. Wenn sie nachlassen, müssen wir da sein – und das werden wir“, stellt Keim im Vorfeld des Erstrunden-Krachers klar, der am Mittwoch gegen den HSV bis auf Johannes Rausch alle Mann zur Verfügung hatte, so soll es auch am Samstag sein.
Während die einen die erste Runde beschließen, steigen die anderen schon in Runde zwei ein: Eröffnet wird selbige am Samstag (17 Uhr) mit dem A-Liga-Stadtduell Germania Fulda gegen Oberrode, außerdem terminiert ist die Partie von Gruppenligist FT Fulda, der am Sonntag um 15 Uhr bei der SG Magdlos ein nicht allzu dünnes Brett zu bohren hat. Um 17.30 Uhr wiederum reist die TSG Lütter um Trainer Marco Lohsse zum KSV Niesig. „Wir wollen eine Runde weiterkommen, aber wissen, dass Niesig auch Kreisoberliga spielt und mit Sicherheit Qualität hat. Die Trainingswoche war sehr intensiv, trotzdem wollen wir auch das nächste Spiel gewinnen“, betont Lohsse nach dem 8:0 bei der SG Ulstertal in Runde eins.
Der TSV Dalherda, der in Runde eins Hofbieber rauskegelte, steht in der zweiten Pokalrunde wiederum vor einer hohen Hürde: Am Montagabend um 19 Uhr kommt der SV Großenlüder, der wiederum ein 11:2-Spektakel in Sickels zum Einzug in die nächste Runde bot, zum Rhöner B-Ligisten.
