„Auch wenn die Corona-Pandemie die Welt zum Stillstand bringen zu scheint, bedrohen weiter Kriege und Konflikte das Leben vieler Menschen. Deswegen wollen wir an diesem Wochenende virtuell ein Zeichen für Frieden, Abrüstung und internationale Verständigung setzen“, so Mitorganisatorin Stefanie Wahl von pax christi. Im zentralen Aufruf zum Ostermarsch fordern die Organisationen: „Wir leben in einer Welt, in der es mehr Konflikte und Kriegshandlungen als zur Zeit des Kalten Krieges gibt. Es werden neue Waffen entwickelt und die nukleare Abschreckung ist zurück. Kriege heizen das Weltklima weiter an. Wirtschaftliche Erpressungspolitik, Sanktionen und Handelskriege zerstören weltweit ökonomische und ökologische Existenzgrundlagen. Immer mehr Menschen sind wegen Krieg, Armut und Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der Flucht. Wir gehen zu Ostern auf die Straße, um eine friedenspolitische Wende in der deutschen Außenpolitik einzufordern. Dieses heißt für uns:
Abrüstung statt Erhöhung des Rüstungshaushalts.
ein gesamteuropäisches entmilitarisiertes Sicherheitssystem statt weiterer Konfrontationspolitik.
Klimaschutz statt Kriegspolitik.
Einhaltung des Völkerrechts und Stärkung der UNO statt völkerrechtswidriger Kriege.
Stopp der deutschen Rüstungsexporte und Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Stopp der US-Drohnenmorde, die über die US Air Base Ramstein und US Kommandozentralen in Deutschland geführt werden und Auflösung der Militärbasen.
Abzug der US-Atomwaffen in Büchel, Verzicht auf atomare Teilhabe und Unterzeichnung des UN-Vertrages zum Verbot von Atomwaffen durch die Bundesregierung.“
Außerdem solidarisieren sich die Ostermarschbewegung in diesem Jahr besonders mit den Geflüchteten auf den griechischen Inseln und an den EU-Außengrenzen. „Die derzeit vielerorts gelebte Solidarität darf nicht an nationalen Grenzen enden. Vielmehr sollten die Bundesregierung und die EU Griechenland sowie andere Staaten an den EU-Außengrenzen unterstützen und endlich ihren menschenrechtlichen Pflichten nachkommen. Wir fordern die Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager und Unterbringung an Orten, in denen die Menschen vor dem Virus geschützt sind. In Deutschland gibt es viele Kommunen, die bereit sind zusätzlich Geflüchtete aufzunehmen. Dieses politische Signal zu solidarischem Handeln muss die Bundesregierung endlich ernst nehmen und sich für eine Evakuierung der Lager einsetzen“, so Wahl weiter.
Das Bündnis zum Fuldaer Ostermarsch 2020 Osthessen ruft zum Mitmachen auf:
„Wir rufen gemeinsam dazu auf, über Ostern verschiedene Friedenszeichen und -forderungen, selbst gefertigte Banner und Symbole oder bunte P(e)ace-Fahnen aus den Fenstern der Wohnungen zu hängen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bilder davon können in den sozialen Medien geteilt werden (#ostermarsch2020).
Am Samstag werden auf der Facebook-Seite des Friedensbündnis Osthessen Reden und Stellungnahmen der Unterstützerorganisationen geteilt. Wir laden ein, die Seite zu besuchen und die Beiträge zu teilen: www.facebook.com/Friedensb%C3%BCndnis-Osthessen-1511386279117438/
Das Bündnis Virtueller Ostermarsch 2020 ruft für Samstag um 19 Uhr zum 60. Geburtstag der Ostermärsche in Deutschland zu einem ersten virtuellen Ostermarsch auf unter: www.youtube.com/watch
Folgende Organisationen rufen zum virtuellen Ostermarsch Fulda auf:
Attac Fulda, DGB Kreisverband Fulda, Die Linke. Kreisverband Fulda, Die Linke.Offene Liste/ Menschen für Fulda, Fridays for Future Ortsgruppe Fulda, Fulda stellt sich quer, GEW Fulda und Hünfeld, Grüne Jugend, KÖK e.V., linksjugend [solid] Fulda, pax christi Diözesanverband Fulda, VVN BdA.
