Es hat sich in den letzten Jahren einiges an der Schule getan. Optisch muss hier wohl bei der gründlichen Sanierung und Renovierung des ganzen Schulgebäudes vor rund sechs Jahren anfangen werden. Für manche Personen, wie zum Beispiel Ehemalige aber auch Lauterbacher, ist die Schule heute immer noch kaum wiederzuerkennen. Doch nicht nur das Außen und Innen, sondern auch die technische Ausstattung der Schule an der Wascherde ist auf dem neuesten, modernen sowie digitalen Stand. Auch die “Software” hat sich in den vergangenen Jahren regelmäßig „geupdatet” und weiterentwickelt. Neben dem ersten Zertifikat „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage”, auf das die Auszeichnung MINT-freundliche Schule (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) sowie Umweltschule folgte, wurde nun ein weiterer, seit Jahren aufgebauter Schwerpunkt der Pädagogik und Didaktik der Schule an der Wascherde honoriert: Das „OloV-Gütesiegel“. Mit der Schule an der Wascherde wurden in diesem Durchgang zwei Schulen erstmals und 21 Schulen erneut mit dem Gütesiegel zertifiziert. Somit gehört die Schule an der Wascherde von ca. 2000 allgemein bildenden Schulen in Hessen zu den 110 Siegelschulen des Landes.
OloV ist eine Abkürzung für einen längeren Ausdruck, aber vor allem für eine sehr wichtige und umfassende Arbeit an Schulen: „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schulen Beruf” oder kurz: Berufsorientierung. „Wir als Schulleitung sind mächtig stolz auf die qualitativ hochwertige Arbeit der Lehrkräfte der Schule an der Wascherde und auch der ehemaligen Lehrkräfte, die bereits Bausteine zum erreichten Ziel der Zertifizierung gelegt haben. Ohne die gute Zusammenarbeit der regionalen Kooperationsbetriebe und unserer Elternvertreter wäre jedoch all dies nicht möglich gewesen”, sagt Schulleiterin Tanja Karina Schwan-Brosig. „Besonders herauszuheben ist dabei die koordinierende Arbeit im vergangenen Jahr von Frau Isabelle Paul als unsere OloV- und BO-Koordinatorin und unserem Konrektor Jan-Christoph Frühauf, welche die Bewerbung und das Zertifizierungsverfahren federführend vorbereitet haben”, lobte Schwan-Brosig nach der Verleihung mit der Urkunde in der Hand.
Die einzelnen Bestandteile der Berufsorientierung der Schule an der Wascherde aufzuzählen würde dauern, wie auch regelmäßig an den Informations- und Elternabenden zu erleben ist. „Hierfür haben wir neben einem übersichtlichen Informations-Flyer natürlich extra einen Bereich auf unserer Internetseite, der die einzelnen Bestandteile ausführlich erläutert”, zeigt Andreas Wellstein auf. Frühauf fügt an, dass die Arbeitsgruppe „BO-OloV”, die die Bewerbung und das Überprüfungsverfahren vorbereitet hat, vor allem die seit Jahren gute Arbeit im Bereich der Berufsorientierung wie zum Beispiel Kompetenzfeststellungsverfahren, der Besuch von Ausbildungsmessen, Praktika, hausinterne „Jobinterviews” (Ausbildungsmesse), ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern, die fachliche Arbeit im Arbeitslehreunterricht sowie die überfachlichen Unterrichtsinhalte und vieles mehr in besonderer Weise herausgestellt hat. „Sowohl von Schülerinnen und Schülern, den Erziehungsberechtigten, sowie Ehemaligen und den Kooperationsbetrieben wird uns dies jährlich in Evaluationsgesprächen positiv zurückgemeldet”, so Frühauf.
Wie schon Staatssekretär Nimmermann im Festakt aufzeigte: Mit einem Zertifikat und dem Schild an der Tür ist die Arbeit für die Schulen nicht abgeschlossen. Dies ist auch der Schule an der Wascherde bewusst, wie das Schulleitungsteam und die BO/OloV-Koordinatorin betonen. Vorerst darf aber erst einmal gefeiert werden, während organisatorisch eine heiße Phase der Berufsorientierung in der Schule anläuft: Die Praktika stehen bevor. Jedoch ist bereits ein angemessener schulinterner Festakt geplant, der am 28. Oktober in der Aula der Schule an der Wascherde stattfindet.
