Unter dem Motto „Kommen, schauen, kaufen“ werden Produkte aus den Bereichen Zerspanung, Spanntechnik, Messtechnik, Handwerkzeuge, Schleiftechnik, Maschinen, Drucklufttechnik, Chemie, Betriebseinrichtung, Bürobedarf, Arbeitsschutz und Befestigungstechnik angeboten. Auch der Eintracht Frankfurt-Fanshop darf nicht fehlen.
Begrüßt wurden Aussteller und Besucher am Freitagmorgen von Wemag-Geschäftsführer Christopher Schaus. Er kann sich selbst noch gut an die erste Messe 1996 erinnern. Damals eröffnete sein Vater Joachim die Veranstaltung in der Richthalle, Christopher war als Gabelstapler unterwegs und verteilte Getränke. „Mittlerweile sind wir zur festen Institution geworden“, so Schaus. Die Messe wird nun bereits zum siebten Mal im Esperanto ausgeführt. In diesem Jahr sind 12,5 Prozent mehr Aussteller als vor drei Jahren vertreten. Innerhalb kürzester Zeit seien alle Stände laut Schaus ausgebucht gewesen. „Die Stände wurden alle professionell aufgebaut und die Aussteller sind motiviert“, sagte der Geschäftsführer, der anfügte: „Wir haben ein breites Spektrum an Werkzeugindustrie inklusive Arbeitsschutz.“ Viele Lieferanten und Anwendungen seien in diesem Jahr neu. Während 1996 noch der Akkuschrauber als Highlight galt, könnte damit heute sicher nicht mehr allein gepunktet werden. Daher gibt es in diesem Jahr viele verschiedene Neuheiten. Dazu zählen unter anderem Schweißanwendungen oder Maschinenbestückungen per Roboter. Zudem hat die Wemag selbst einen E-Commerce-Stand, um die Digitalisierung voranzutreiben.
Dass das Thema Internationalisierung längst auch bei der Wemag angekommen ist, wurde Schaus beim Eintreffen eines Ausstellers nochmal deutlich: Eine bulgarische Spedition mit einem niederländischen Sattelauflieger wurde von einem italienischen Fahrer gefahren, der niederländische Ware geladen hatte. Ein großes Lob sprach der Geschäftsführer auch seinen Mitarbeitern aus, die allesamt tatkräftig mit angepackt hätten, um die Messe zu organisieren. So konnte pünktlich zum Messebeginn auch der neue Starkatalog S37 mit über 500 Seiten von der Wemag präsentiert werden. „Ich freue mich auf drei erfolgreiche Tage“, sagte Schaus.
Die Wichtigkeit einer Messe trotz digitalisierter Welt hob der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Herrmann Vogt hervor. „Hier finden persönliche Begegnungen statt. Hier wird Vertrauen geschaffen“, erwähnte Herrmann. Die Messe sei mittlerweile überregional bekannt und anerkannt. „Viele Besucher sind zu Stammkunden geworden“, so Vogt, der anfügt: „Ob Heimwerker oder Profi. Hier findet jeder sein Spielzeug.“ Aus dem Marketing von Eintracht Frankfurt waren Nils Schweigert, Steffen Weber und Olaf Büttner vor Ort.
Wemag setzt auf Service und soziales Engagement
Die Wemag besteht seit 1936. Mittlerweile sind an vier Standorten rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, zudem gibt es Handelsvertretungen in mehreren europäischen Ländern. Qualität und Zuverlässigkeit haben seit 80 Jahren für das Unternehmen laut Schaus oberste Priorität. „In der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir weiter Gas geben“, meinte Schaus, der in seiner Begrüßungsrede deutliche Kritik an der Bundesregierung übte. Der Wirtschaftsmut des Mittelstandes komme seiner Ansicht nach ins Wanken, da die Politik auf Bundesebene versage. Viele Kunden würden Kurzarbeit anmelden und Mitarbeiter entlassen, da sie unsicher seien. „Wir wollen aus den Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, etwas bauen“, so Schaus. Daher wurde bei der Wemag kürzlich ein neuer Serviceleiter eingestellt. Ab sofort bietet der Betrieb auch die Reparatur von Kärcher-Geräten an und in 2020 kommt die neue Produktgruppe Industriebedarf hinzu. Dann können dort auch Keilriemen, Schläuche, Kugellager und mehr erworben werden. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte Schaus mit Blick auf das Warensortiment, das rund 680.000 Artikel umfasst.
Im Rahmen der Messe möchte sich das Unternehmen auch wieder sozial engagieren und spendet insgesamt 14.350 Euro. Jeweils 3000 Euro gehen an Leben und Arbeiten Poppenhausen, Kleine Riesen Nordhessen, AWO Förderverein Senioren helfen Senioren Zella-Mehlis und Lebenshilfe Bochum. 1000 Euro gehen an die Werkstatt Constantin und 1350 Euro an das Ruhrwerk. An allen drei Tagen können auf der Messe Lose gekauft werden. Bei der Tombola warten attraktive Preise auf die Besucher. Zudem gibt es einige Mitmachangebote.
Die Messe hat am Freitag noch bis 18 Uhr, am Samstag von 9 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
