„Der Spielplatz hat sich optisch extrem verändert“, so Heike Münker vom Jugendbildungswerk der Stadt Fulda: „Die Geräte sind jetzt alle aus Holz und es sieht sehr einladend aus.“ Mit dem Umbau wurde die Anlage in drei Bereiche unterteilt: Motorikparcours, Riesenschaukel sowie ein behüteter Spielbereich laden zum Spielen, Turnen und Toben ein. „Ein Spielsteg trennt den behüteten Bereich nochmal in einen Teil für Kinder unter und über drei Jahren ab“, sagte Münker. Damit dürfte wohl für jedes Alter etwas dabei sein und die Hundeshagenanlage erstrahlt endlich wieder in neuem Glanz. „Die alten Spielgeräte waren einfach in die Jahre gekommen und es ist umso schöner, dass es hier jetzt einen so tollen Spielplatz gibt“, sagte Münker.
Die neue Anlage ist aufgeteilt in 800 Quadratmeter Spiel- und 200 Quadratmeter Wegefläche. Insgesamt 200.000 Euro hat das Projekt gekostet. „Der Planungsweg für die neue Anlage hat vor etwa drei Jahren begonnen“, erzählte Tatjana Heil vom Büro Landschaftsarchitektur Heil. „Es ist ganz wichtig, dass es dabei eine Beteiligung der Fuldaer Bürger gab“, sagte Stefan Mölleney Amtsleitung Amt für Jugend, Familie und Senioren. An einem gemeinsamen Aktionstag nahmen knapp 60 Fuldaer Teil, brachten ihre Ideen ein und erstellten Modelle davon, wie sie sich die Anlage vorstellen. „Es war weniger die Frage, welche Geräte sich die Kinder wünschen, sondern eher welche Bewegungsformen“, erklärte Münker. Nach ausgiebigen Planungen wurde dann im November 2018 mit den Bauarbeiten begonnen. Für die Durchführung verantwortlich waren die Firmen Baumgart Garten und Landschaftsbau und Krambamboul Spiellandschaften.
In Anwesenheit zahlreicher Fuldaer Bürger, darunter die Kinder der Kita Sonnenblume Horas, wurde am Freitagnachmittag schließlich das Ende der dreijährigen Planungs- und Bauphase gefeiert. Ganz besonders über die Eröffnung freute sich Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner, „schließlich habe ich selbst hier meine Jugend verbracht“, erzählte er. „Fulda ist eine wachsende Stadt und hat natürlich viele Kinder. Deshalb ist eine solche Anlage von besonders großer Bedeutung“, so Schreiner weiter. Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl der evangelischen Christusgemeinde und Stadtpfarrer Stefan Buß segneten die Anlage. Anschließend wurden Schaukeln, Balancierseile und Spielhaus von den Kindern auf Herz und Nieren geprüft und für gut befunden. Bei den Arbeiten wurde auch darauf geachtet, den ursprünglichen Parkcharakter zu erhalten. Der Park am Fuße des Fuldaer Frauenbergs wurde bereits im Jahr 1824 als solcher festgelegt. Verantwortlich war damals unter anderem Fuldas ehemaliger Forstmeister Johann Christian Hundeshagen, nach dem der Spielplatz benannt ist.
