Die Übergabe fand im Gemeindezentrum in Neuhof statt. Erster Beigeordneter Franz Josef Adam nahm den Bescheid stellvertretend für Bürgermeister Heiko Stolz entgegen. Wie Adam erzählte, bringe eine Kläranlage für eine Kommune große energetische Anforderungen mit sich. Bereits 2013 wurde in der Gemeindevertretung ein Zukunftskonzept mit der RhönEnergie entwickelt. Unter anderem konnte der Faulturm bereits mit einer neuen Außendämmung versehen werden und ein Blockheizkraftwerk wird in Betrieb genommen, für das es bereits im vergangenen Jahr einen Förderbescheid gab. „So können wir einen überwiegenden Teil der erforderlichen Energie erzielen“, sagte Adam. Immerhin werde das Werk nahezu autark betrieben. Generell habe sich Neuhof auf die Fahne geschrieben, zur Klimaverbesserung beizutragen.
„Ich glaube, dass die Gemeinde Neuhof eine der Kommunen ist im Bereich Klimaschutz, die deutliche Fortschritte macht“, lobte Hinz. Seit 2018 sei Neuhof eine von fast 200 Klimakommunen in Hessen. „Dass wir Klimaschutz betreiben müssen, merken wir auch dieses Jahr wieder“, so die Umweltministerin mit Blick auf die heißen Temperaturen und Extremwetterlagen: „Wenn wir nicht gegensteuern, wird das nicht das Ende der Fahnenstange sein.“ Der Bescheid, den sie dabei hatte, sei für allem für die Optimierung der Biologie gedacht. Das bedeute eine Effizienzsteigerung. Somit könnten durch die Maßnahmen, wie etwa die Erneuerung des Rührwerks, rund 80 Prozent der Energie und 32.000 Euro Kosten eingespart werden. In den vergangenen zwei Jahren habe das Land etwa 6,5 Millionen Euro für Projekte des Klimaschutzes an 43 Kommunen ausgezahlt. Immerhin solle Hessen bis 2050 klimaneutral werden. Zudem setzt das Land verschiedene Einzelmaßnahmen wie die Förderung von Rad- und Fußverkehr oder Elektromobilität um.
