Lokales FD 22.02.2019

Ein Unverpackt-Laden mitten in Fulda – „Frau Lose“ startet im Sommer

Fulda (eg) – Einkaufen ganz ohne Plastikmüll, stattdessen nachhaltig und umweltfreundlich – das ist in sogenannten Unverpackt-Läden möglich. Dort können Obst, Gemüse, Nudeln oder Süßwaren lose, also ohne unnötige Verpackungen aus Plastik oder Alufolie erworben werden. Vielerorts entstehen derzeit solche Lebensmittelgeschäfte und jetzt auch in Fulda. Im Sommer öffnet am Luckenberg 1 „Frau Lose“, ein Unverpackt-Laden mitten in der Innenstadt.

Fotos: Elena Glüber

„Die Idee ist erst ein paar Monate alt“, erklärt Gründerin Elisabeth Rammler: „Ich habe damals im Café Chaos in der Hochschule Fulda einen Vortrag zum Thema ‚plastikfreies Leben‘ gehört. Das hat mich animiert.“ Auf der Suche nach einem zentralen und bezahlbaren Geschäft sei sie schließlich auf das Fotoatelier ihres Mannes Walter Rammler aufmerksam geworden. „Die Galerie ist perfekt und es gibt schon jetzt ganz viele Leute, die sich auf den Laden freuen“, sagt Elisabeth Rammler stolz. Verpackungsfrei einkaufen – das ist mehr als nur ein Trend. Plastikberge in den Obst- und Gemüseabteilungen, in den Süßwarenregalen oder in Kühltheken sind in den meisten Supermärkten ganz normal. Unverpackt-Läden bieten da eine Alternative. Die nachhaltigen Lebensmittelgeschäfte entstehen derzeit deutschlandweit und erfreuen sich gerade in Großstädten immer größerer Beliebtheit. „Es wird allerhöchste Zeit, solch einen Unverpackt-Laden auch in Fulda anzubieten“, sagt Elisabeth Rammler: „Die Nachfrage ist enorm.“

So wurden bereits zahlreiche Flyer, Plakate und Stoffbeutel gedruckt. Sprüche wie „Das kommt nicht in die Tüte“, „Wir lassen die Hüllen fallen“ oder „Fulda packt aus“ sind auf bunten Postkarten zu lesen. Auch die Behälter für die Lebensmittel hat Elisabeth Rammler schon gekauft. In den Unverpackt-Läden ist schließlich alles auf „Zero Waste“ ausgelegt. Statt Regale mit einzelnen Produkten sind dort Waren in Eimern, Kisten und Säcke zu finden. Diese können sich die Kunden dann in eigene Glas- oder Metallgefäße abfüllen oder in Stoffbeutel und Einkaufsnetze packen. Geliefert werden die Lebensmittel in großen Kisten, Papier und Jutesäcken. „Im März starte ich dann ein Crowdfunding, um das Ganze zu finanzieren. Schließlich habe ich viele Ideen, aber das Geld ist knapp“, kündigt Elisabeth Rammler an. Läuft alles nach Plan, soll der Laden spätestens im Sommer eröffnen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: „Um mich vorzubereiten, habe ich schon verschiedene Läden besucht und mir viele Ideen und wertvolle Tipps geholt“, so Rammler abschließend.