Dort hatte Übungsleiter Frank Widmayr, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor, einen Flächenbrand gemeldet. Und natürlich war die Lage bei Eintreffen ein wenig anders und größer, sodass der Einsatzleiter wieder geeignete Zusatzkräfte nachfordern musste. Ein Pkw, die Fahrerin Laura war schon von der Alarmübung vergangenen Montag in Kerbersdorf bekannt, war auf einem Feldweg im Wald ins Schleudern geraten und in den Wald gegen einen Baum geprallt. Die Insassen, die Fahrerin, ihre Schwester und eine weitere Person, wurden dabei herausgeschleudert beziehungsweise waren vermisst. Das Fahrzeug fing Feuer. Dadurch entzündete sich auch die angrenzende Waldfläche. In der Nähe befand sich die Waldschule (zwischen Katholisch-Willenroth und Schönhof), sodass auf jeden Fall eine Ausbreitung bis dahin verhindert werden musste.
Die Feuerwehr Katholisch-Willenroth rückte mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) und weiteren Kräften an. Unter dem stellvertretenden Wehrführer und Gruppenführer Hubert Bös wurde die Lage erkundet und gleich weitere Kräfte nachgefordert. Die Feuerwehren Huttengrund, Bad Soden und ein Rettungswagen wurden nachalarmiert und machten sich auf dem Weg. Die Feuerwehr Katholisch-Willenroth kümmerte sich in erster Priorität um die Menschenrettung (unter anderem auch Personensuche) sowie die Betreuung und unterstützte den Rettungsdienst bei Versorgung und Transport.
Schwierig gestalteten sich die einspurigen Wege am Maisfeld und die Wasserversorgung, die im Erstangriff über wasserführende Fahrzeuge sichergestellt wurde und später über einen Pendelverkehr und/oder einer etwa 300 Meter entfernten Zisterne per Schlauchleitung organisiert worden wäre. Übungsleiter Widmayr und Beobachter Jens Bannert, stellvertretender Stadtbrandinspektor, dankten für den Einsatz und die gute Beteiligung aller. Zum Erfrischungsgetränk trafen sich alle nach der Nachbesprechung noch am bisherigen Feuerwehrhaus in der Dorfmitte. Mehr Informationen zur Feuerwehr und weitere Bilder unter www.feuerwehr-bss.de.
