Bronnzell – Ehrenberg (Sonntag; 15 Uhr)
Im gesamten September konnte die personell arg gebeutelte Bronnzeller Viktoria nicht ein Spiel gewinnen und auch im Oktober sieht es bisher nicht allzu rosig aus: Eine Last-Minute-Pleite gegen Künzell und ein bitteres 0:3 in Petersberg stehen zu Buche, damit ist das Team von Stefan Dresel sogar in die Abstiegszone abgerutscht. Der Sportliche Leiter Matthias Weber machte zuletzt deutlich, dass die Mannschaft Charakter habe, weshalb er an ein Ende der Negativserie glaubt. Gleichzeitig weiß Weber aber auch, dass es in der aktuellen Situation mit Sicherheit leichtere Gegner als die SG Ehrenberg gibt: „Sie stehen zurecht da oben. Sie haben eine Riesen-Qualität in ihrem Kader und das macht die Sache für uns nicht einfacher“, meint der Sportliche Leiter vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, der neben Spitzenreiter Bad Soden das einzige noch ungeschlagene Team der Gruppenliga ist. „Aber warum soll da nichts Zählbares rauskommen?“, fragt Weber und fordert einen mutigen Auftritt seiner Viktoria: „Wir können uns ja nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verkriechen.“ Dabei gibt es Hoffnung, dass zumindest Dennis Sorg und Maximilian Weiss am Wochenende wieder im Kader stehen könnten. Auf der anderen Seite peilt die SGE nach dem 2:2 gegen Großenlüder wieder einen Dreier an, um weiter am nun zwei Punkte besseren Tabellenführer aus Bad Soden dranzubleiben.
Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – Künzell (Sonntag; 15 Uhr in Schwarzbach)
„Das wird schwierig, da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die aktuell Ergebnisse liefern. Wie das ausgeht, ist schwierig zu prognostizieren“, sagt Künzells Trainer Markus Pflanz, der allerdings schon seit Saisonbeginn die Ausgeglichenheit der Liga hervorhebt: „Die Tagesform ist immer wichtig, die meisten Spiele in der Liga sind ausgeglichen und auf Augenhöhe.“ Die Künzeller haben sich mit den fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen auf Platz fünf vorgearbeitet und jetzt 24 Zähler auf dem Konto, die Dreier-SG verlor in dieser Saison bisher nur in Thalau und hat bei einem Punkt mehr noch zwei Spiele weniger auf dem Buckel – könnte also mit einem Sieg gegen den TSV dem Führungsduo Bad Soden und Ehrenberg weiter auf den Fersen bleiben. Die Gäste hingegen könnten sich mit dem nächsten Dreier noch weiter nach vorne arbeiten und womöglich sogar auf Platz drei klettern, wenn Schlüchtern/Elm gegen Petersberg nicht gewinnt.
Grundvoraussetzung dafür ist allerdings erst einmal die richtige Mentalität, betont Pflanz: „Man muss es auch wollen: Ein Haus wird auf einem stabilen Fundament gebaut, das ist im Fußball die Mentalität. Wenn die nicht stimmt, dann kann es Risse geben und vielleicht stürzt das Haus auch ein.“ Danach solle versucht werden, der Dreier-SG das eigene Spiel aufs Auge zu drücken – auch wenn Elters/Eckweisbach/Schwarzbach mit Toptorjäger Moritz Reinhard einen der besten Spieler der Liga in den eigenen Reihen hat: „Das ist natürlich einer, der den Unterschied ausmachen kann und sich auch defensiv nicht zu schade ist, mitzuarbeiten. Er hat so eine Klasse, dass man ihn nicht komplett ausschalten kann, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken. Wir haben genügend eigene Qualitäten.“ Allerdings ist Tim Farnung beruflich verhindert und ob Alexander Scholz nach seinem Cut am Auge auflaufen kann, entscheidet sich erst kurzfristig.
Großenlüder – Schlitzerland (Samstag; 16 Uhr)
Seit dem 24. August ist bei der Teutonia einfach der Wurm drin: Damals schlug Großenlüder den RSV Petersberg mit 4:0 und lag vorübergehend auf Platz fünf, nach sechs Niederlagen in Folge gab es zumindest zwei Unentschieden in Asbach und Wüstensachsen, am Mittwoch folgte im Nachholspiel bei FT Fulda jedoch der nächste Dämpfer für das Team von Frank Atzler. Gegen den Aufsteiger, der mit 15 Punkten aktuell mit vier Zählern mehr auf Platz elf liegt, stehen Fabian Lehmann und Co. am heimischen Oktoberfest nun gehörig unter Druck. Die Mannschaft von Simon Grosch will nach zwei Spielen ohne Sieg aber ebenfalls wieder in die Erfolgsspur zurück.
Gruppenliga
Samstag
14.30 Uhr
Bad Soden – Hosenfeld
15.30 Uhr
Festspielstadt Hersfeld – Oberzell/Züntersbach (in Asbach)
16 Uhr
Großenlüder – Schlitzerland
Sonntag
11 Uhr
Kerzell – Thalau
15 Uhr
Schlüchtern/Elm – Petersberg (in Schlüchtern)
Bronnzell – Ehrenberg
Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – Künzell (in Schwarzbach)
15.30 Uhr
FT Fulda – Rothemann
