Fußball 26.10.2018

Gruppenliga – Die Rhön freut sich auf die Topspiele – Derby in Bronnzell

Osthessen (fs) – Neben dem Spitzenspiel in Bad Soden steigt in der Fußball-Gruppenliga noch ein weiteres Topspiel: Die SG Ehrenberg empfängt am Sonntag (15 Uhr in Wüstensachsen) mit dem FSV Thalau den Tabellenfünften und will sich mit einem Heimsieg für das Gipfeltreffen kommende Woche in Bad Soden in Position bringen. Die SG Kerzell gastiert zeitgleich zum Derby in Bronnzell, der TSV Rothemann muss in Züntersbach ran. Schlüchtern/Elm empfängt schon am Freitagabend FT Fulda.

Foto: Christine Görlich

 

 

Ehrenberg – Thalau (Sonntag; 15 Uhr in Wüstensachsen)

„Wir haben die Hinrunde mit dem Sieg gegen Schlitzerland sehr gut abgeschlossen, mit der gesamten Hinrunde kann man sehr zufrieden sein“, bilanziert Ehrenbergs Spielertrainer Robert Schorstein, der nur der bisher einzigen Niederlage in Bronnzell hinterhertrauert. Bei einem Sieg dort wäre die SGE sogar punktgleich mit Spitzenreiter Bad Soden, 35 Punkte aus 16 Spielen sind aber auch so aller Ehren wert, die drei jetzt folgenden Spitzenspiele vor der Winterpause gegen den Tabellenfünften aus Thalau, kommende Woche beim Tabellenführer Bad Soden und dann im Derby gegen den Tabellendritten Elters/Eckweisbach/Schwarzbach haben sich die Rhöner redlich verdient. „Das wird jetzt richtig, richtig spannend. Ich hoffe, dass wir uns da eine gute Ausgangslage für das neue Jahr erarbeiten können, aber in den nächsten drei Spielen kann alles passieren“, sagt Schorstein, der mit Blick auf die Hinspiele ergänzt: „Wir haben da dreimal Unentschieden gespielt, die Spiele waren alle sehr knapp und eng.“

Das erwartet der 30-Jährige nun auch für das Heimspiel gegen den FSV Thalau, nachdem das Hinspiel 1:1 endete. „Thalau hat nach vorne sehr viel Qualität, wir wiederum haben auch keine so schlechte Defensive. Und dass wir nach vorne auch Qualität haben, ist unbestritten“, rechnet sich Schorstein gegen den Vizemeister dennoch einiges aus. Personell könnte die Lage bei der Dreier-SG allerdings besser sein, Julius Jestädt und Moritz Schäfer fehlen schon lange, nun haben sich auch noch Maximilian Hohmann und Mark Jaksch verletzt. „Zum Glück hatten wir vor der Saison einen recht breiten Kader“, meint Schorstein. Beim FSV Thalau wiederum ist Spielmacher Florian Storch nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt, Arpad Palfi fehlt letztmals rotgesperrt.

 

Bronnzell – Kerzell (Sonntag; 15 Uhr)

„Es wäre schön, wenn wir endlich mal über 90 Minuten ein richtig gutes Spiel machen könnten“, hofft Kerzells Trainer Michael Jäger, der sich sicher ist: „Das ist wieder ein Derby, da wird wieder die Tagesform entscheiden.“ So richtig läuft es nämlich, vor allem aufgrund der angespannten Personallage, auch bei der Viktoria nicht, nach 15 Spielen stehen mit 17 Zählern auch erst drei Punkte mehr auf der Habenseite als bei der Helvetia, die entsprechend mit einem Auswärtssieg nach Punkten gleichziehen könnte. „Überhaupt wäre es wichtig, dass wir vor der Winterpause nochmal drei, am besten sechs Punkte holen. Dann könnten wir mit realistischen Zielen in die Winterpause gehen“, hofft Jäger, dessen Team zuletzt zweimal in Folge in der Heppeau die Maximalausbeute von drei Zählern einfahren konnte. „Wenn wir unser System halbwegs umsetzen können, können wir mit unseren schnellen Spitzen dort etwas mitnehmen“, ist der SGK-Coach überzeugt, der allerdings weiterhin auf Sascha Heil, Tom Schnopp und Sebastian Heiner verzichten muss.

 

Oberzell/Züntersbach – Rothemann (Sonntag; 15 Uhr)

Der TSV Rothemann scheint sich bei aktuell zwölf Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze so langsam mit dem drohenden Abstieg in die Kreisoberliga abgefunden zu haben, die verbleibenden vier Spiele vor der Winterpause sind so etwas wie die letzte Chance, womöglich doch nochmal die Wende einzuleiten: „Dass die Stimmung nicht gut ist, wissen wir alle, aber wir müssen uns zusammenreißen. Wir müssen die restlichen Spiele noch gut bestreiten, mit der aktuellen Situation darf man sich nicht zufriedengeben“, betont Spielertrainer Murat Anli, der für das Auswärtsspiel in Züntersbach verspricht: „Wir werden uns nicht aufgeben und eine Mannschaft ins Rennen schicken, die will. Jeder muss seine Leistung abrufen.“ Die stimmte zumindest im Hinspiel: Das 1:1 gegen die SGOZ war neben dem Heimsieg gegen Schlüchtern/Elm bisher der einzige Punktgewinn für den TSV, neben dem suspendierten Erhan Sarvan fehlt auch der rotgesperrte Maurizio Bohl. Wie es mit dem 38-Jährigen selbst weitergeht, ist noch unklar, in den nächsten Tagen wollen sich der Vorstand und Anli nochmal zusammensetzen und über ein weiteres Engagement über die Winterpause hinaus sprechen. Die Sinntaler wiederum wollen nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Spur zurück, zumal auch die Heimbilanz etwas gelitten hat: Drei der letzten vier Heimspiele gingen verloren, von vergangenen sechs Partien konnte das Team von Frank Kühlthau ohnehin nur eine einzige gewinnen und kassierte fünf Niederlagen. Zumindest stand Torjäger Julian Ankert beim 2:5 gegen Großenlüder zuletzt wieder auf dem Platz.

 

Schlüchtern/Elm – FT Fulda (Freitag; 19 Uhr in Elm)

Zum ersten und einzigen Mal in dieser Saison wird in Elm gespielt, Grund ist die Kirmes, die in diesem Jahr übrigens 120-jähriges Jubiläum feiert. Und feiern will auch das Team von Bardo Hirsch, das den schwachen Auftritt gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach gut weggesteckt hat und in Bronnzell einen souveränen Sieg feierte. Mit drei Punkten könnte Schlüchtern/Elm zumindest über Nacht auf Platz drei klettern, den Turnern hingegen winkt der Sprung auf Platz sieben. Ohnehin ist das Team von Romeo Andrijasevic richtig gut drauf: Im Oktober ist der Aufsteiger in fünf Spielen noch ungeschlagen und punktete dabei unter anderem bei den Spitzenteams Thalau und Hosenfeld.

 

 

Gruppenliga

 

Freitag

19 Uhr

Schlüchtern/Elm – FT Fulda (in Elm)

 

Samstag

16 Uhr

Bad Soden – Elters/Eckweisbach/Schwarzbach

 

Sonntag

15 Uhr

Bronnzell – Kerzell

Festspielstadt Hersfeld – Petersberg (in Asbach)

Großenlüder – Künzell

Schlitzerland – Hosenfeld (in Schlitz)

Oberzell/Züntersbach – Rothemann (in Oberzell)

Ehrenberg – Thalau (in Wüstensachsen)