Fotograf Salih Usta und Videoproduzent Julian Witteborn haben mit dem Double in Fulda gedreht. Als Set wurde unter anderem der Uniplatz gewählt. Dort blieben auf einmal einige Passanten stehen und beobachteten das Treiben. Viele fragten sich sofort, ob Ed Sheeran in Fulda ist, zückten ihre Handys und machten Fotos. Einige Passanten trauten sich schließlich auch den Sänger anzusprechen und nach einem Selfie zu fragen. Doch letztlich war es dann doch nicht der „echte“ Sänger. Die Fuldaer hatten trotzdem ihren Spaß. Bei dem Dreh ging es um eine Produktion für die beiden Musiker Christian Zündel (LaySea) und Dominik Bernhard (BeleyOne). „Für uns ist es eigentlich ein normaler Dreh, aber schon auch etwas Besonderes“, erzählte Usta. Mit einem großen Team und hochprofessionellem Equipment war er in die Innenstadt gefahren. „Es war uns wichtig, dass wir das Ganze in Fulda drehen“, so der Fotograf. Neben dem Uniplatz zog die Crew spontan quer durch die Stadt und drehte am Abend auch in der Mokka Bar. „Nic ist ein super netter Typ“, sagte Usta, der auch in Zukunft weiterhin mit ihm zusammenarbeiten möchte.
Zündel und Bernhard haben einen eigenen Song mit Rap-Parts komponiert und den Refrain des Ed Sheeran Songs „Galway Girl“ eingebaut. „Wir wollten das Ganze ins Deutsche bringen“, erklärte Zündel, der selbst großer Ed Sheeran Fan ist. Die normalen Lieder des Briten seien schon bekannt, nun wollen sie die Hip Hop Szene mit ihren Kompositionen aufmischen. Für Zündel und Bernhard war es der erste größere Dreh, dementsprechend stolz zeigten sich die beiden auch. Der Kontakt zu den Produzenten war durch Brendan Watkins, Auszubildender bei Salih Usta, entstanden. Auf das Double waren sie schließlich über Facebook aufmerksam geworden, kontaktierten Nic und bekamen eine positive Rückantwort.
„Ich hab mir das Lied angehört und fand es sofort gut“, erzählte der 26-Jährige. Er habe schon einige Anfragen für Videodrehs bekommen, aber das Konzept der beiden Jungs habe ihn einfach überzeugt. Double Nic war zum ersten Mal in der Barockstadt und für ihn waren die zuschauenden Passanten nichts Neues. „In Deutschland sind die Leute ziemlich zurückhaltend und gucken nur“, so Nic. Erst wenn einer anfange, würden sich auch die anderen trauen, ein Foto zu schießen. Ganz anders sei es ihm derweil im Ausland ergangen. „Ohne Mütze fahre ich definitiv nicht mehr nach Paris“, meinte der Bayer, der mit dem ganzen Trouble erstmal klar kommen musste: „Anfangs ist mir das leicht zu viel geworden.“ Mittlerweile könne er besser damit umgehen. Seit gut einem Jahr ist er nun hauptberuflich als Double unterwegs.
Seine Erfahrungen möchte er schon bald in eigenen Videos festhalten, denn vieles würde ihm beim Erzählen kaum einer glauben. Nicht nur, dass er an der Mautstation in Kroatien nichts zahlen musste, im Moulin Rouge in Paris wurde ihm sogar ein Glas Champagner für 5000 Euro eingeschenkt. Da er selbst von vielen Vorkommnissen Filmmaterial habe, das aber qualitativ nicht so hochwertig sei, wolle er seine Geschichten nachfilmen und auf 27 Sprachen mit Untertiteln versehen. Obwohl er mittlerweile so bekannt ist, hat er mit einer Person selbst noch keinen Kontakt gehabt: Noch immer wartet Nic darauf, Ed Sheeran persönlich kennenzulernen. Etliche Versuche, Kontakte mit dem Management oder Veranstaltern aufzunehmen, seien gescheitert. So habe er beispielsweise bei einem Konzert drei Sicherheitsschranken mit einem abgedunkelten Fahrzeug umgehen können, sei dann aber an der letzten gescheitert. Eins ist sicher, der 26-Jährige bleibt weiter dran. „Ich möchte einfach wissen was er sagt“, so Nic. Er selbst finde nämlich eigentlich nicht, dass er unbedingt aussehe wie der britische Sänger. „Es gibt 1000 Merkmale bei denen ich sage, dass ich ihm nicht ähnle“, meint der 26-Jährige. So sei Ed Sheeran unter anderem dicker und habe eine andere Augenfarbe.
