Zahlreiche Anfragen hatte Agovic, der nach seiner Zeit als A-Juniorentrainer des JFV Viktoria Fulda 2014 nach Wehen wechselte, unter anderem aus dem von Michael Tarnat geleiteten Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96. „Außerdem hatte ich eine Anfrage, Co-Trainer in der zweiten Liga zu werden, da sehe ich mich aber noch nicht. In einem hessischen Nachwuchsleistungszentrum hätte ich auch Sportlicher Leiter werden können, aber eigentlich wollte ich nach Hannover“, erzählt der Steinauer, der seine Karriere wegen einer schweren Knieverletzung schon mit 20 Jahren beenden musste – sein letztes Spiel für Eintracht Frankfurt II in der Regionalliga absolvierte Agovic im November 2008 und stand damals mit Timothy Chandler auf dem Platz. Seitdem konzentrierte sich der Steinauer auf seine Trainerlaufbahn, hat mittlerweile die A-Lizenz absolviert und steht momentan mit der U17 des SV Wehen-Wiesbaden auf Platz eins der Hessenliga. Nach vier Jahren am Halberg entschied sich der 28-Jährige für einen Tapetenwechsel und wollte nach Hannover.
Doch dann kam die Eintracht: „Ich hatte mit dem neuen technischen Direktor Marco Pezzaiuoli sehr, sehr gute Gespräche. Das Konzept, das bei der Eintracht umgesetzt werden soll, hat mich überzeugt“, begründet Agovic seine Entscheidung, an den Riederwald zurückzukehren. Vor allem persönlich hat der künftige U15-Coach bei seinem Jugendverein einen großen Schritt zu machen: „Ich kann vormittags bei allen Trainingseinheiten der ersten Mannschaft mit dabei sein. Außerdem habe ich die Zusage, dass ich nächstes Jahr in Montenegro den Fußballlehrerschein machen kann. Ich muss nur noch überlegen, ob ich das mache oder noch zwei, drei Jahre warte und es dann in Deutschland mache“, erklärt Agovic, der bereits vor dem Start zum 1. Juli voll in die Planungen bei der Eintracht involviert ist. „Das Trainerteam wird momentan noch geplante, das ist alles viel positiver Stress. Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, die in der U15-Regionalliga eine super Rolle spielt“, verdeutlicht der 28-Jährige, der mit seiner aktuellen Mannschaft aber noch große Ziele hat: „Ich will mich als Meister verabschieden, vielleicht schaffen wir sogar den Aufstieg in die Bundesliga. Das wäre ein Traum.“
