„Wir möchten Ihnen heute in nur 55 Minuten unser Vereinsleben der letzten Jahre präsentieren und allen Mitgliedern, Freunden, Partnern und Weggefährten für die Treue und das Vertrauen danken“, begrüßte Frohnapfel die Gäste im Saal. Dabei standen nicht Zahlen, Daten und Fakten im Vordergrund, sondern ausgewählte Erinnerungen, die charakteristisch für den Verein und die Menschen des Vereins sind und waren. Neben den Ehrengästen in dem voll besetzten Festsaal waren auch alle Vertreter der Ortsvereine sowie Freunde, langjährige Partner und Bürgervertreter von Hettenhausen.
Die Kirmesgesellschaft wurde am 6. November 1993 von 56 Mitgliedern gegründet. Heute zählt der Verein stolze 196 Mitglieder. Die Pioniere standen 1993 vor neuen und großen Herausforderungen. Sie wollten ihr Dorf in der Rhön attraktiver gestalten, etwas bewegen und alte Traditionen bewahren. Aber damit nicht genug, eine große Vision war den Johannismarkt wieder zu beleben. Mit Rat und Tat stand den jungen Pionieren Wolfgang Hofer zur Seite, der den Verein jahrelang ehrenamtlich unterstützt hat. Die Gründer waren aber nicht nur Visionäre, sondern setzten gleich die ersten Maßnahmen um, damit Hettenhausen ein Dorf zum Wohlfühlen wird. Die Bilanz der letzten 25 Jahre kann sich sehen lassen, denn neben dem erfolgreichen Johannismarkt organisierte die Kirmesgesellschaft die jährliche traditionelle Kirmes, Nikolausaktionen, Weihnacht- und Faschingsveranstaltungen, Ausflüge, Wanderungen und viele weitere Aktionen. Die Überschüsse aus allen Aktivitäten wurden immer an ortsansässige Träger übergeben. So wurde im Laufe der Jahre insgesamt 7930 Euro an den Kindergarten, die Grundschule, die Kirchengemeinde oder an andere befreundete Vereine in Hettenhausen gespendet. Landrat Bernd Woide lobte in seinem Grußwort das überdurchschnittliche Engagement des Vereins als „Träger der Kultur“. Gersfelds Bürgermeister Dr. Steffen Korell bezeichnet Hettenhausen in seiner Ansprache als „Kirmeshauptstadt von Gersfeld“ und freute sich auf die nächsten 25 Jahre. Für Gemeindepfarrer Gottfried Müller sind Kirmes und Kirche eng verwurzelt. „Die Kirche lebt von den Ideen und der Energie der Kirmesgesellschaft“, so Müller. Ortsvorsteher Konstantin Neumann ist als jahrelanges Mitglied stolz auf den Verein. „Etwas bleibendes schaffen, Traditionen wahren und pflegen sind das Fundament unseres Vereins“, erläuterte Neumann. Gemeinsam mit Ehrenmitglied und ehemaligen Ortsvorsteher Erwin Müller überreichten sie dem Vorstand ein Geldgeschenk im Namen aller Ortsvereine. „Wir waren uns alle einig, dass mit diesem Geschenk für die Entwicklung der Kirmesgesellschaft mehr erreicht werden kann“, erklärte Müller. Auch Birgit Kömpel, SPD Fraktionsvorsitzende im Kreistag, ist seit Jahren eng mit der Kirmesgesellschaft verbunden. Sie erinnerte sich noch an die ersten Stunden und den ersten Kontakt mit Hettenhausen, zumal sie auch gleich zum Thekendienst beim Johannismarkt eingeteilt wurde. Für Nachwuchs und neue Mitglieder muss sich der Verein vorerst keine Gedanken machen, denn Kömpel hatte den ausgefüllten Mitgliedsantrag im Gepäck und bot sich zugleich beim nächsten Johannismarkt als Helferin an.
Charmant, witzig und ironisch blickte Andreas Bohnwagner, Gründungsmitglied, an die ersten Stunden der Kirmes zurück. Seinen bildhaften Erinnerungen konnte jeder Gast im Saal folgen und es stellt sich noch heute die Frage, wer den Kirmesbaum der allerersten Stunde gefällt hat. Der Fall wird wahrscheinlich niemals geklärt werden. Anschließend berichtete Christian Frohnapfel über die Entwicklung des Johannismarktes, der in diesem Jahr zum 24. Mal in Folge vom Verein organisiert und durchgeführt wird. „Zu Beginn war alles sicherlich etwas chaotisch und unorganisiert. Doch im Laufe der Jahre haben wir uns entwickelt. Wir sind mit unseren Aufgaben gewachsen. Legendär und unvergesslich werden das Hettenhäuser Kochbuch unter der Federführung von Ewa Groß, die Kochshow oder das Dorfgericht sein. Ohne die zahlreichen Helfer, die treuen Kuchenspendern, die Geduld der Anwohner und die Unterstützung der Familien in Hettenhausen sowie allen Freunden hätten wir die Johannismärkte niemals realisieren können“, so Frohnapfel.
Als Höhepunkt des Abends wurden alle noch aktiven Gründungsmitglieder geehrt. Besonderer Dank galt Frohnapfel für seine Ideen, sein Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein. Mit dem Hochleben der Kirmes und dem Kreuzberglied ging der Festkommers in den geselligen Teil des Abends über.
