Neben der Talkrunde im zweiten Teil des Abends, vorherigem Sektempfang und Begrüßung durch Fuldas Bürgermeister und Stadtverbandsvorsitzendem Dag Wehner – der einen kurzen Rückblick auf die vergangene Bundestagswahl und die dazugehörige Regierungsbildung darbot – galt der Neujahresempfang des CDU-Stadtverbands vor allem den Landtagskandidaten, die sich allesamt einzeln vorstellten.
Als Erster durfte Benjamin Tschesnok aus Hünfeld ans Rednerpult: Der 33-Jährige ist selbstständiger Rechtsanwalt und sieht sich selbst in Fulda fest verankert. Das Ehrenamt ist für ihn selbstverständlich, sowohl in der Kirche als auch beim Karneval. Er möchte Vertrauen schaffen und als Landtagsabgeordneter unter anderem den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems oder eine bürgerfreundliche Energiepolitik fördern. Wahlkampf sei für ihn Tagesgeschäft und er ist sich bewusst: „Wenn es Fulda gut geht, dann profitieren auch die Kommunen“.
Ingrid Manns aus Hünfeld-Großenbach ist die einzige weibliche Kandidatin und sieht dies als positiv an: „Ich bin jung, ich bin eine Frau – das ist ein Vorteil“. Die 34-Jährige möchte neben einer Verbesserung der Infrastruktur auch für die Familienförderung kämpfen: „Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft“, so Manns – dazu gehören für sie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und auch die Vereinbarung von Familie und Beruf. „Wenn ich gewählt werde, werde ich mich dafür einsetzen, dass wir vom Kuchen des Landes ein großes Stück zu uns bekommen“, so Manns.
Als Dritter in der Runde sprach Thomas Hering aus Fulda, der nicht viel über sich selbst reden wollte. „Wir können zwar auf gute Fundamente bauen, aber wir sehen auch Nöte“, betonte der 46-Jähige. „Verlässlichkeit und Klarheit, das braucht unsere Partei und das will auch die Bevölkerung. Wir müssen die Leute mitnehmen, unsere Wähler wollen ernst genommen werden“, erklärte Hering. Er wolle die Anliegen der Bevölkerung authentisch in der Person eines Polizeibeamten nach Wiesbaden tragen, dabei sei ihm der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Menschen besonders wichtig.
Zu guter Letzt trat Johannes Rothmund aus Hofbieber ans Rednerpult: „Ich bin der, der von außen kommt. Ich bin hier, weil ich Lust habe Dinge zu verändern – für die Region“, so der 42-Jährige. Als Anwalt, der sich auf Insolvenzrecht spezialisiert hat, kenne er die Befindlichkeiten der Bürger. Neben der Digitalisierung möchte er auch das Bildungssystem weiter entwickeln und sich mit Themen beschäftigen, die auch den einfachen Bürger etwas angehen. Politik sei sein liebstes Hobby und er sei sich bewusst, dass Kompromisse wichtig für eine stabile politische Arbeit seien. Gemeinsam haben alle Kandidaten, dass sie den Mittelstand als Motor der Gesellschaft sehen und diesen fördern und unterstützen möchten.
Was sind Fake-News und wie erkenne ich sie? Diese und weitere Fragen stellte Regionalmanager Christoph Burkard an Martin Angelstein. Donald Trump habe den Begriff zwar in alle Munde gebracht, aber die eigentliche Definition von Fake-News sei Propaganda – also bewusst herbeigeführte, manipulative, falsche Nachrichten. „Damals galt alles, was in der Zeitung stand, für wahr“, so Burkard – doch Falschmeldungen gibt es schon seit vielen Jahren, eines der berühmtesten Beispiele sei die Dolchstoßlegende.
